Ausnahmezustand in Bolivien : Im Würgegriff der Anhänger von Morales

Radikale Anhänger des früheren Präsidenten Evo Morales legen Bolivien lahm: Trinkwasser wird knapp und die Lebensmittelpreise explodieren. Trotzdem reagiert die Übergangsregierung zögerlich.
Bolivien hat seit der annullierten Wahl im vergangenen Oktober und dem erzwungenen Rücktritt von Präsident Evo Morales nicht mehr Tritt gefasst. Im Gegenteil. Nach Monaten der scheinbaren Ruhe steht der Andenstaat heute wieder am Rande des Chaos. Seit Tagen halten radikale Anhänger des im Exil lebenden Morales und verschiedene Organisationen, angeführt von der größten Gewerkschaft, das Land im Würgegriff. Dutzende Blockaden haben mehrere Städte von der Versorgung abgeschnitten. An einigen Orten geht der Kraftstoff aus. Das Trinkwasser wird knapp, und die Lebensmittelpreise steigen immer weiter. Auch die medizinische Versorgung ist an manchen Orten gefährdet. So muss die Armee dringend benötigten Sauerstoff für die Behandlung von Corona-Patienten auf dem Luftweg transportieren.





