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Kim Jong-un : Nordkorea verbietet Malaysiern die Ausreise

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Propaganda-Foto von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un Bild: AFP

Das Regime in Pjöngjang untersagt malaysischen Besuchern die Heimreise. Damit will Nordkoreas Machthaber offenbar die Ermittlungen rund um die Ermordung seines Halbbruders beeinflussen. Malaysia reagiert prompt.

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          Die Regierung in Pjöngjang hat malaysischen Bürgern die Ausreise aus Nordkorea verboten. „Allen malaysischen Staatsbürgern in der DPRK ist es vorübergehend untersagt, das Land zu verlassen, bis der Vorfall, der sich in Malaysia ereignet hat, ordnungsgemäß geklärt ist“, hieß es in einer am Dienstag von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Mitteilung des Außenministeriums in Pjöngjang. Mit dem Schritt solle die Sicherheit der Diplomaten und Bürger in Malaysia sichergestellt werden. Das Außenministerium habe die malaysische Botschaft informiert. Malaysier durften in den vergangenen Jahren ohne Visum nach Nordkorea reisen.

          Die Regierung in Kuala Lumpur reagierte auf Nordkoreas Ausreisesperre mit einem Verbot für das in Malaysia ansässige Botschaftspersonal Nordkoreas, das Land zu verlassen. Nach der Ermordung des Halbbruders von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un halten sich nach Angaben der malaysischen Polizei zwei Verdächtige in der nordkoreanischen Botschaft in Kuala Lumpur auf. Die nordkoreanischen Behörden arbeiteten nicht mit den Ermittlern zusammen, sagte der zuständige Polizeichef. Am Wochenende hatten Regierungen Malaysias und Nordkoreas gegenseitig ihre Botschafter ausgewiesen.

          Acht Nordkoreaner verdächtigt

          Kim Jong-uns Halbbruder, Kim Jong-nam, war Mitte Februar am Flughafen von Kuala Lumpur vergiftet worden. Zwei Frauen wird zur Last gelegt, ihm das Nervengift VX ins Gesicht gewischt zu haben. Kim starb kurz darauf auf dem Weg ins Krankenhaus. Die beiden Verdächtigen, eine Vietnamesin und eine Indonesierin, wurden wegen Mordes angeklagt. Sie sagten aus, sie seien für eine Reality-TV-Show angeworben worden. Die Ermittler verdächtigen acht Nordkoreaner, an dem Anschlag beteiligt gewesen zu sein. Bislang konnte nur einer von ihnen vernommen werden, er wurde jedoch mangels Beweisen am Freitag freigelassen.

          Kim Jong-nam lebte mit seiner Familie in Macau unter dem Schutz der chinesischen Regierung. Er hatte sich kritisch über die Familiendynastie in seiner Heimat geäußert. Südkoreanische und amerikanische Regierungsvertreter gehen davon aus, dass der Mord von Nordkorea inszeniert wurde. Südkoreanischen Regierungskreisen zufolge erteilte Nordkoreas Machthaber bereits vor Jahren den Auftrag zur Ermordung seines älteren Halbbruders.

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