Härterer Kurs : Wie Italiens neue Regierung mit geretteten Migranten umgeht

In Italien dürfen nicht alle Migranten die Schiffe verlassen. Der Druck aus dem In- und Ausland auf die neue Regierung in Rom wächst. Bei zwei Rettungsschiffen gibt es nun Bewegung.
Seit der Nacht zum Dienstag liegen drei Rettungsschiffe privater Hilfsorganisationen in italienischen Häfen. Nach der Humanity 1 und der Geo Barents, denen die Behörden am Sonntag Catania im Osten Siziliens zugewiesen hatten, durfte die Rise Above der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline in Reggio di Calabria am Festland anlegen. Anders als in Catania durften in Reggio alle 89 Bootsmigranten von Bord gehen. Auf den Schiffen in Catania hielten sich dagegen am Dienstag noch insgesamt rund 250 Männer auf. Sie waren bei einer medizinischen Untersuchung durch die italienischen Behörden am Sonntag nicht als „fragil“ eingeschätzt worden. Deswegen wurde ihnen – anders als Frauen, Kindern und Kranken – die Ausschiffung zunächst versagt. Wie die Organisation Ärzte ohne Grenzen mitteilte, durften die verbliebenen Männer die Geo Barents am Abend doch noch verlassen, auch diejenigen auf der Humanity 1 durften an Land.
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