FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Gisèle Pelicot, die Ikone :
Wie ein Vergewaltigungsprozess Frankreich verändert

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Ihr Fall hat die Debatte umgeprägt: Pelicot am Montag in Avignon
Ihr Fall hat die Debatte umgeprägt: Pelicot am Montag in AvignonAFP

Mit dem Mut zur Öffentlichkeit hat Gisèle Pelicot ein wichtiges Signal für die Opfer gesetzt. Zum Abschluss wird der Vergewaltigungsprozess in Avignon mit Erwartungen überfrachtet.

Er bereue, was er getan habe, hat der 72 Jahre alte Hauptangeklagte Dominique Pelicot in seiner letzten Wortmeldung im Gerichtssaal beteuert. Seit der Vergewaltigungsprozess vor dreieinhalb Monaten in Avignon eröffnet wurde, diskutiert Frankreich so intensiv über sexuelle Gewalt gegen Frauen wie kaum ein anderes Land in Europa. Die Scham müsse die Seite wechseln, sagte Gisèle Pelicot gleich zu Beginn und setzte gegen Widerstand durch, dass alles öffentlich wird – auch die Videomitschnitte ihrer Vergewaltigungen. Sie wuchs auf diese Weise über ihre Opferrolle hinaus, auch wenn sie über sich sagte: „Die Fassade hält, aber dahinter liegt ein Trümmerfeld.“

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