Tanz gegen die Vergangenheit
Einer der größten Tänzer und Choreographen der Gegenwart zeigt sein neues Solo: Mit „Music Music“ verzaubert Trajal Harrell sein Publikum im Wiener Volkstheater.
Der hoch gehandelte Julien Gosselin überwältigt das Publikum beim Theaterfestival in Avignon mit einem Verschnitt aus Lautréamont und Roberto Bolaño.
Einer der größten Tänzer und Choreographen der Gegenwart zeigt sein neues Solo: Mit „Music Music“ verzaubert Trajal Harrell sein Publikum im Wiener Volkstheater.
Pentagon und Vatikan weisen die Darstellung zurück, die USA hätten dem Papst gedroht. Es sieht so aus, als hätte ein italienischer Journalist das Treffen zwischen US-Beamten und dem Nuntius übertrieben skandalisiert.
Die Ohrfeige, die rund um die Welt gehört wurde: Bei einer Vorladung des Nuntius ins Pentagon soll die Möglichkeit eines neuen „Papsttums von Avignon“ erwähnt worden sein. Was steckt hinter der historischen Anspielung?
Gisèle Pelicot erzählt von ihrer Kindheit und ihren Ehejahren, bevor sie erfuhr, dass ihr Mann sie hundertfach vergewaltigte. Ausschließlich als Monster will sie ihn trotzdem nicht sehen. Ihr Leben will sie sich wiedererkämpfen.
Wochenlang schrieb Hannah mit Michel über Snapchat, dann traf sie ihn auf einer Party. Am nächsten Morgen wachte sie in seinem Bett auf – ohne Erinnerung. Monate später erfuhr sie, dass er sie betäubt und vergewaltigt hatte.
Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig. Was hat das mit unserer Gesellschaft zu tun? Das fragt, ausgehend vom Pelicot-Prozess, die französische Philosophin Manon Garcia.
Einer der Vergewaltiger von Gisèle Pelicot wollte das Urteil gegen ihn nicht hinnehmen – schließlich habe ihr Mann ihm gesagt, der Sex sei einvernehmlich. Nun ist er zu einer höheren Strafe verurteilt worden.
Seit Montag sitzt Gisèle Pelicot in Nîmes wieder einem der Männer gegenüber, der sie vergewaltigt hat, während ihr Mann alles filmte. Einer der 51 Verurteilten von Avignon ist in Berufung gegangen. Er war zu neun Jahren Haft verurteilt worden.
In Ägypten wird über Trumps Plan für Gaza verhandelt, in Stockholm wird der Gewinner des Medizinnobelpreises verkündet, und im südfranzösischen Nîmes beginnt das Berufungsverfahren im Fall Pelicot. Der F.A.Z. Frühdenker.
51 Männer waren im Vergewaltigungsprozess von Avignon schuldig gesprochen worden, einer geht dagegen vor. „Ich bin kein Vergewaltiger“, behauptet er. Gisèle Pelicot wird an den drei Prozesstagen anwesend sein.
Mit den Off-Bühnen kommen hunderte Millionen in die Stadt: Die Maison Jean Vilar zeigt die wandlungsreiche Geschichte des Theater- und Tanzfestivals von Avignon. Kostüme, Requisiten und Installationen lassen dabei die Vielfalt des Festivals lebendig werden.
Bühnenanweisungen wie „Pause“ oder „weint“: Milo Rau erzählt beim Theaterfestival in Avignon mit einer bezwingenden Lesung den Prozess gegen die Vergewaltiger von Gisèle Pelicot nach.
Die Designerin, Essayistin und Fotografin Ré Soupault brach 1951 zu einer besonderen Reise auf: Auf einem Fahrrad mit Hilfsmotor erkundete sie Frankreich – kulturell und mentalitätsgeschichtlich.
Eine getanzte Hommage an den Chansonnier Jacques Brel, Visionen aus der Sahara, das Leid der Wanderarbeiterinnen im Libanon und Zoff im Weltall: Das Theaterfestival in Avignon hat begonnen.
Nach dem Prozess in Avignon klagt nun auch Caroline Darian ihren Vater an. Die 46 Jahre alte Frau wirft ihm Vergewaltigung und die Verabreichung von das Urteilsvermögen beeinträchtigenden Substanzen vor.
Gisèle Pelicot war von ihrem Mann jahrelang betäubt und zur Vergewaltigung angeboten worden – und hatte im Prozess gegen ihn und Dutzende Angeklagte auf Anonymität verzichtet. Sie sei eine Heldin, so das Magazin.
Caroline Darian, die Tochter von Gisèle Pelicot, hat ein Buch geschrieben. Ein Gespräch über die Folgen für sie und ihre Familie und die Alltäglichkeit „chemischer Unterwerfung“, der Betäubung von Opfern durch Drogen und Medikamente.
Weil er seine Frau Gisèle fast zehn Jahre lang vergewaltigt und anderen Männern zum Missbrauch angeboten hatte, ist Dominique Pelicot zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Nun verkündete seine Anwältin, nicht in Berufung zu gehen.
In Carpentras fanden die Juden im Mittelalter Zuflucht beim Papst. Noch heute lassen sich die jüdischen Spuren in der provenzalischen Stadt verfolgen – nicht nur in der ältesten Synagoge des Landes.
Die hundertfach missbrauchte Ehefrau hat den Mut und die Kraft gefunden, um aus ihrer Opferrolle herauszutreten. Doch nicht nur deswegen weist der Prozess gegen ihre Vergewaltiger weit über den Tag hinaus.
Ein Prozess für die Geschichtsbücher: Das Vergewaltigungsopfer Gisèle Pelicot hat mit Mut zur Öffentlichkeit über Frankreich hinaus eine Diskussion entfacht, die an Tabus rüttelt.
Der aufsehenerregende Prozess in Frankreich ist zu Ende gegangen. Das Gericht verurteilte den Hauptangeklagten Dominique Pelicot zu 20 Jahren Haft. Auch die anderen 50 Angeklagten befanden die Richter für schuldig.
Dominique Pelicot, der Haupttäter im Vergewaltigungsprozess von Avignon, wurde wegen der schweren Vergewaltigung seiner Ex-Frau Gisèle Pelicot zu 20 Jahren Haft verurteilt. Auch die 51 Mitangeklagten erhielten Gefängnisstrafen.
Der aufsehenerregende Prozess in Avignon geht mit der Verlesung der Schuldsprüche zu Ende. Viele Menschen bedanken sich bei Gisèle Pelicot.
Der Bundestag stimmt über die Absicherung des Verfassungsgerichts ab, beim Vergewaltigungsprozess in Avignon wird das Urteil erwartet und der Druck auf die Commerzbank steigt. Der F.A.Z. Frühdenker.
Prozess in Avignon +++ Bilanz der Elektroautos +++ Gewlat gegen Indigene +++ Tiktok und Snapchat +++ Sender 3sat bedroht
Mit dem Mut zur Öffentlichkeit hat Gisèle Pelicot ein wichtiges Signal für die Opfer gesetzt. Zum Abschluss wird der Vergewaltigungsprozess in Avignon mit Erwartungen überfrachtet.
Ein letztes Mal ergreift der Hauptangeklagte im Avignon-Prozess das Wort. Seine Ex-Frau bittet er für die zigfachen Vergewaltigungen um Entschuldigung. Das Urteil wird am Donnerstag erwartet.
Die Vertrauensfrage im Bundestag soll den Weg für Neuwahlen ebnen, der Tarifstreit bei VW geht in die nächste Runde und der Feuerzeug-Wurf von Berlin hat ein Nachspiel. Der F.A.Z. Newsletter
Gisèle Pelicot hat sich von ihrem offenen Auftreten als Vergewaltigungsopfer auch ein gesellschaftliches Umdenken erhofft. Bislang ist das ausgeblieben. Dabei müssen Männer endlich anerkennen: Gewalt gegen Frauen geht auch sie an.
Im Prozess von Avignon muss Dominique Pelicot mit der Höchststrafe rechnen. Béatrice Zavarro versucht, das noch abzuwenden. Wer ist die „Anwältin des Teufels“, wie sie sich selbst nennt?
In Avignon führt die Anwältin des Hauptangeklagten das Wort – und stellt Dominique Pelicot als Opfer seiner Umstände dar.
In Avignon haben die Plädoyers begonnen, 51 Männer sitzen auf der Anklagebank. Die Staatsanwälte fordern 20 Jahre Haft für den früheren Ehemann von Gisèle Pelicot – und betonen, dass es ihnen um mehr geht als den Schuldspruch.
Die Staatsanwaltschaft fordert im Prozess gegen Dominique Pelicot die Höchststrafe. Dem Mann, der seine Ehefrau jahrelang betäubt, missbraucht und vergewaltigen lassen hat, drohen 20 Jahre Haft.
Ihr Schicksal hat Abgründe männlicher Sexualität enthüllt. Nun geht der Prozess gegen den Ehemann von Gisèle Pelicot und seine Mitvergewaltiger zu Ende. Kann die Verhandlung dieses grausamen Falls der Nährboden für eine bessere Zukunft sein?
Der Hauptangeklagte Dominique Pelicot sagt in seinen abschließenden Worten nichts Neues. Seine Tochter Caroline Darian brüllt ihn im Gericht an – und hat sich inzwischen stark von ihrer Mutter Gisèle entfremdet.