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EU-Außenbeauftragte : Federica Mogherini: 28.000 Migranten aus Libyen zurückgeführt

  • Aktualisiert am

Die Arbeit in Libyen müsse fortgesetzt werden: die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini Bild: EPA

In Brüssel haben sich die EU-Außenminister getroffen und über die Lage in Libyen gesprochen. Derweil spielt sich in dem Land Dramatisches ab: In einem Kühllaster werden 100 Menschen gefunden – acht tot.

          In einem Kühllaster in Libyen waren fast 100 Migranten eingepfercht, sechs Kinder und zwei Erwachsene überlebten die Tortur nicht. Die libysche Küstenwache konnte nach eigenen Angaben vom Montag mehr als 90 Menschen retten. Sie seien ins Krankenhaus gebracht worden. Ihr Zustand sei zum Teil ernst.

          Der Laster sei nahe der Stadt Suwara entdeckt worden. Die Gegend gilt als Hauptausgangsort für Flüchtlinge in Libyen, die versuchen, illegal über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Bilder der lokalen Sicherheitskräfte in Suwara zeigten das Innere des Kühllasters, in dem neben den Flüchtlingen auch Schwimmwesten und zahlreiche Behälter mit Treibstoff untergebracht gewesen seien. Die Menschen kamen nach Angaben der Küstenwache aus afrikanischen und arabischen Ländern, es seien aber auch Migranten aus Pakistan und Bangladesch darunter gewesen.

          28.000 Migranten aus Libyen zurückgeführt

          Libyen ist ein Haupttransitland für Migranten und Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Zahlreiche Menschen werden dort in Lagern festgehalten und nach Schilderungen verschiedener Beobachter misshandelt.

          Am Montagnachmittag gab die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bekannt, dass in den vergangenen sechs Monaten 28.000 Migranten aus Libyen in ihre Heimatländer zurückgebracht worden. Dabei handele es sich um freiwillige Rückführungen mit Hilfe der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und finanziell unterstützt von der Europäischen Union, sagte Mogherini am Montag in Brüssel nach einem Treffen der EU-Außenminister. „Diese Arbeit muss fortgesetzt werden.“

          Neuer EU-Treuhandfonds für Afrika

          Zugleich seien die Ankünfte der von Libyen aus gestarteten Migranten und Flüchtlinge in Europa um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen, fügte sie hinzu. Auch hier müssten die Bemühungen fortgesetzt werden. Sie ergänzte, dass sich die EU-Außenminister bei ihrem Treffen dazu verpflichtet hätten, mehr Geld insbesondere zum sogenannten Treuhandfonds für Afrika beizusteuern. Der Fonds soll unter anderem Fluchtursachen bekämpfen.

          Die EU setzt sich für bessere Zustände in den Lagern, für Rückführungen von Migranten in ihre Heimat und die Neuansiedlung von Flüchtlingen in Europa ein. Sie unterstützt auch Libyens Küstenwache, die auf dem Meer aufgegriffene Menschen nach Libyen zurückbringt.

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