Barleys zäher Wahlkampf : Im Netz unten durch, sonst kaum beachtet

Die SPD hat für die Europawahl eine sympathische Kandidatin aufgestellt. In den Umfragen hilft das aber nicht. Warum hat es Katarina Barley trotz ihrer sympathischen und kompetenten Art so schwer?
Noch eine Woche Lächeln. Katarina Barley ist die Spitzenkandidatin der SPD zur Europawahl. Vielen ist sie bekannt als Justizministerin, manchen war sie noch in Erinnerung als sympathische SPD-Generalsekretärin oder als Familienministerin. Oder auch als interimistische Arbeitsministerin. Denn all diese Ämter hat die fünfzig Jahre alte Juristin in den vergangenen zwei Jahren innegehabt. Augenblicklich versucht Barley als sympathische Spitzenkandidatin ihrer schrumpfenden Partei zur Europawahl zu helfen. Noch ist die Abstimmung nicht gelaufen, aber die bisherige Bilanz ihrer Auftritte ähnelt dem, was Barley in den anderen Ämtern hinterlassen hat: Lebhafte Erinnerungen an eine unheimlich nette Politikerin, aber keine Vorstellung von dem, was sie eigentlich mit dem Amt anfangen wollte und vor allem, was sie erreicht hat. Eine Karriere wie ein Aufstieg ins himmelblaue Nichts.


