Nach Putschversuch : Endlich kommt mal einer

Mit Thorbjørn Jagland reist nach dem Putschversuch der erste westliche Politiker für Gespräche in die Türkei. Deren Präsident Erdogan bereitet dem Generalsekretär des Europarats einen großen Empfang – mit Hintergedanken?
Eine Klage ist in der Türkei ständig zu hören in diesen Tagen, von der Regierung und ihren Medien ohnehin, doch oft auch aus dem Lager der Opposition: „Der Westen“, so heißt es sinngemäß und in verschiedenen Graden rhetorischer Schärfe, habe sich nicht genügend mit der Türkei solidarisiert und den brutalen Putsch vom 15. Juli, der immerhin mehrere hundert Tote forderte, nicht ernst genommen. Nach dem islamistischen Attentat auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul sei das Brandenburger Tor in den türkischen Nationalfarben angestrahlt gewesen, doch nach der weitaus ernsteren und blutigeren Rebellion eines Teils der Streitkräfte hätten Amerikaner und Europäer sich mehr Sorgen um das Wohlergehen der Putschisten als um das der gewählten Regierung gemacht, wird da behauptet.





