Luftaufklärung im Mittelmeer : Boote so klein wie Brotkrumen

Im Zickzack fliegen Flugzeuge von Privatorganisationen über das Mittelmeer, um Migranten in Not zu finden. Ein Tag an Bord der Seabird.
Als Erstes steht Fensterputzen auf dem Plan. Eike sprüht von außen großflächig Glasreiniger auf die Seitenscheibe der Seabird, Maruki von innen, dann wird trocken gewischt. Für die Mission, zu der das Flugzeug in Kürze vom Flughafen auf der italienischen Insel Lampedusa abheben wird, sind blitzblanke Fenster entscheidend: Die Crew der Seabird will im zentralen Mittelmeer nach Booten von Migranten suchen, und aus 500 Metern Höhe schrumpft dabei so manches Objekt an der Meeresoberfläche auf die Größe eines Brotkrumens. Sollte die Besatzung ein Boot in Not ausmachen, will sie aus der Luft Hilfe organisieren, indem sie die Seenotleitstellen in Rom und Valletta sowie Schiffe in der näheren Umgebung alarmiert.
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