Deutschland und Türkei : Alles wieder gut?
Das deutsche Verhältnis zu Ankara verlässt die Gefrierzone, weil Donald Trump Sanktionen gegen die Türkei erlässt. Trotzdem bleiben Fragen.
Für was Trump doch alles gut ist: Jetzt tragen amerikanische Sanktionen gegen die Türkei und der rapide Wertverlust der Lira dazu bei, dass das türkisch-deutsche Verhältnis die kalten Zonen hinter sich lässt. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung (nicht derjenige Ankaras) wirbt sogar dafür, dass Deutsche Urlaub in der Türkei machen. Denn Stabilität und Partnerschaft lägen in deutschem Interesse.
Was natürlich stimmt. Die Lage beruhigt sich. Vor wenigen Wochen noch wurden in der Türkei Töne angeschlagen, die den Eindruck erweckten, ganz Deutschland sei im Griff türkenfeindlicher Rassisten. Auf dem Höhepunkt der „Özil-Krise“ verstieg sich Erdogans Justizminister zu der nicht gerade komischen Bemerkung, der Rücktritt Özils aus der Nationalmannschaft sei ein wunderschönes Tor gegen das Virus des Faschismus.
Der Mann ist halt (von Washington mit Sanktionen belegter) Minister und kein Poet oder Historiker. Nun wüsste man gerne, was er von der Absicht eines anderen Nationalspielers mit türkischen Wurzeln hält, auch künftig für Deutschland zu spielen. Ein Tor gegen dummes Geschwätz!



