Toiletten für Transsexuelle : Amerikanisches Justizministerium verklagt North Carolina

Seit Wochen tobt ein Streit um ein Gesetz, das Transgendern vorschreiben soll, welche Toilette sie zu benutzen haben. Aus Protest sagten Bruce Springsteen und Pearl Jam ihre Konzerte in North Carolina ab. Jetzt geht der Fall vor Gericht.
Der international beachtete Streit um das umstrittene Transgender-Gesetz in North Carolina eskaliert: Am Montag (Ortszeit) kündigten sowohl der Bundesstaat als auch die Regierung in Washington an, sich gegenseitig zu verklagen. Die amerikanische Justizministerin Loretta Lynch erklärte, die Regierung werde vor Gericht ziehen. Das umstrittene Gesetz sei diskriminierend.
Das am 23. März verabschiedete Gesetz in North Carolina zwingt Transgender dazu, in öffentlichen Gebäuden jene Toiletten zu benutzen, die mit dem Geschlechtsvermerk in ihrer Geburtsurkunde übereinstimmen. Dies hatte einen öffentlichen Aufschrei zur Folge.
„Das Gesetz und mit ihm der Gouverneur haben North Carolina in direkten Gegensatz zu den Anti-Diskriminierungsgesetzen des Bundes gesetzt“, sagte Lynch. „Es handelt sich hier um staatliche Diskriminierung von Transgender-Menschen“, sagte Lynch.
Zuvor hatte North Carolina erklärte, der Staat wolle den Fall vor einem Bundesgericht klären lassen. Der Bundesstaat will damit gegen eine Drohnung des Justizministeriums vorgehen, im Zweifelsfall Subventionen für Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen in North Carolina zu stoppen.





