Akis Tsochadzopoulos : Das Ende der Unantastbarkeit

Akis Tsochadzopoulos zählte in Griechenland zu den wichtigsten Politikern der vergangenen Jahrzehnte. Nun hat ein Gericht in Athen den früheren Verteidigungsminister wegen Geldwäsche und Bestechlichkeit verurteilt.
Den Anfang machte Vassilis Papageorgopoulos, denn er war immer von der schnellen Truppe. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München gewann der Sprinter einen Vorlauf über 100 Meter in 10,24 Sekunden und rechnete sich sogar Medaillenchancen für das Finale aus. Wegen einer Verletzung konnte er daran dann aber nicht teilnehmen. Bei den Spielen in Montreal 1976 war Papageorgopoulos Fahnenträger der griechischen Mannschaft, doch bald darauf beendete er seine sportliche Laufbahn, trat der konservativen Volkspartei „Nea Dimokratia“ bei und ging in die Politik. Auch dort war er erfolgreich. Ein Jahrzehnt lang war der frühere Spitzensportler Bürgermeister von Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt des Landes. Nach 2010 folgte ein jäher Absturz: Er wurde abgewählt und sitzt inzwischen im Gefängnis.





