FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Afrikanische Migranten :
In Marrakesch gestrandet

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Auf dem Weg nach Europa: Viele Migranten müssen in Marrakesch ausharren.
Auf dem Weg nach Europa: Viele Migranten müssen in Marrakesch ausharren.dpa

Seit wenigen Jahren gilt Marokko nicht nur als Transitland für Flüchtlinge, sondern auch als Aufnahmeland. Die Zustände sind schlecht. Trotzdem sitzen immer mehr afrikanische Migranten in Marrakesch fest.

Er war 17 Jahre alt, als er sich mit seiner Schwester in Kamerun auf den Weg machte. Aus der Hafenstadt Douala schafften sie es zügig nach Algerien. Dort mussten beide die ersten Schmuggler bezahlen. Mitten in der Nacht brachten diese die beiden über die Grenze nach Marokko. „In Tanger ging es nicht weiter“, sagt Bertrand. In der marokkanischen Hafenstadt reichte ihr Geld für ein karges Zimmer. Ein Platz auf einem überfüllten Boot über die Straße von Gibraltar nach Spanien hätte tausend Euro gekostet. Dann fand ihr Traum von Europa, das von Tanger mit bloßen Augen zu sehen ist, nach drei Monaten ein abruptes Ende.

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