Konflikt in Tigray : Vergewaltigungen als Kriegswaffe

Soldaten aus Äthiopien und dem Nachbarland Eritrea sollen in der umkämpften Region Tigray planmäßig vergewaltigt haben. Laut Aussagen von Überlebenden haben die Qualen teils wochenlang gedauert.
Äthiopische und eritreische Truppen haben laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in der Konfliktregion Tigray Hunderte Frauen und Mädchen vergewaltigt. Laut dem an diesem Mittwoch veröffentlichten Bericht wurden einige der Opfer zu Sex-Sklaven gemacht und verstümmelt. „Die Schwere und das Ausmaß der begangenen Sexualverbrechen sind besonders schockierend und kommen einem Kriegsverbrechen und möglicherweise einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich“, sagte Amnesty-Generalsekretärin Agnes Callamard.


