Berufungsgericht : Todesstrafe für Ägyptens Ex-Präsident Mursi aufgehoben

Das oberste Berufungsgericht Ägyptens hat die Todesstrafe gegen den Ex-Präsidenten Mursi aufgehoben. Jetzt soll es zu einem neuen Prozess kommen, in dem sich der Mann für Gewalt gegen Polizisten verantworten muss.
Das ägyptische Kassationsgericht, die höchste Instanz für Berufungen, hat die gegen den früheren Präsidenten Mohammed Mursi verhängte Todesstrafe aufgehoben. Nach Angaben der Justiz ordnete das Gericht am Dienstag einen neuen Prozess an. Der Islamist Mursi war im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit gewalttätigen Vorfällen während der Revolte im Jahr 2011 gegen den damaligen Staatschef Husni Mubarak zum Tode verurteilt worden.
Mursi musste sich wegen Beteiligung an Gefängnisausbrüchen und Gewalt gegen Polizisten verantworten. Kassiert wurden am Dienstag auch die Urteile gegen fünf Mitangeklagte, darunter gegen den Anführer der mittlerweile verbotenen Muslimbruderschaft, Mohammed Badie. Deren Prozess soll ebenfalls neu aufgerollt werden.
Der mit der Muslimbruderschaft verbundene Mursi war 2012 zum ägyptischen Präsidenten gewählt worden. Nach nur einem Jahr im Amt wurde er vom Militär gestürzt und anschließend in einer Reihe von Prozessen verurteilt. Die Justiz ging auch massiv gegen die Anhänger der Muslimbruderschaft vor, die Schauprozesse wurden international verurteilt.





