TV-Kritik „Maybrit Illner“ : „Wir sind zum Erfolg verdammt“

Die Grünen lassen auch bei Maybrit Illner die Union weiter zappeln – zumindest gibt es keine rhetorischen Zuspitzungen. CDU-Politiker Linnemann muss im Fernsehen aber erklären, ob die Abkehr von der Schwarzen Null eine Mogelpackung sei.
Eine sachliche Diskussion über das Schuldendilemma der künftigen Regierung muss nicht langweilig sein. Das bewiesen in der ZDF-Runde von Maybrit Illner die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann und Moritz Schularick vom Kiel Institut für Weltwirtschaft, flankiert von den beiden Journalisten Gabor Steingart (The Pioneer) und Eva Quadbeck (Redaktionsnetzwerk Deutschland, RND). Trotz des Streits im Bundestag um die Unterstützung der Grünen für das Finanzpaket von Friedrich Merz stiegen Linnemann und Brantner kaum auf Versuche der Moderatorin ein, die Angelegenheit etwas mehr zuzuspitzen. Und so drehte sich die Debatte vor allem um die Frage, ob es besser sei, die verteidigungspolitische Ausnahme von der Schuldenbremse gemeinsam mit dem von Merz vorgeschlagenen Sondervermögen für ein Infrastrukturpaket abzustimmen, oder ob man mit Letzterem bis zur neuen Legislaturperiode warten sollte.





