Brief aus Istanbul :
Wieso unterstützt Erdoğan jene, die er Terroristen nennt?

Von
Bülent Mumay
Lesezeit:
Recep Tayyip Erdogan am vorigen Freitag in Berlin
Recep Tayyip Erdogan am vorigen Freitag in BerlinEPA

Der türkische Präsident beleidigt Deutschland und hetzt gegen Israel. Davon sollte man sich nicht beeindrucken lassen: Seine jüngsten 180-Grad-Wendungen zeigen, dass Erdoğan nur die nächsten Wahlen gewinnen will.

Wie der achtstündige Aufenthalt des türkischen Präsidenten in Deutschland vergangene Woche verlaufen würde, zeichnete sich schon ein paar Stunden bevor er in Berlin landete ab. Dass Erdoğan in der Zeit, da sein Privatjet Berlin ansteuerte, zum zweiten Mal die Website des türkischen Programms der Deutschen Welle sperren ließ, deutete die Atmosphäre an, in der die Pressekonferenz mit ihm und dem Bundeskanzler stattfinden würde. Denken Sie nicht, es sei Erdoğan nur darum gegangen, die Angriffe auf Gaza zu stoppen, als er auf der Pressekonferenz mit Blick in Scholz’ Augen sagte: „Wer Israel etwas schuldet, kann nicht frei reden. Wir waren nicht am Holocaust beteiligt.“

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.
Empfehlungen
Partner trotz allem: Alijew (rechts) und Fidan Mitte Oktober in Baku
Kopftuchverbot:
Streiten sich zwei Brüder

Auf Aserbaidschan lässt die Türkei eigentlich nichts kommen. Aber Bakus Kopftuchverbot läuft Erdoğans Politik zuwider. Und dann ist da noch Alijews Israel-Politik.

Friedrich Schmidt
Der Finanzskandal ist für Erdoğan schwer zu handhaben. Komplett verschleiern lässt sich das Geschehen nicht.
Brief aus Istanbul:
Erdoğans schwierige Entscheidung

Die Fondsaffäre stürzt die türkische Regierung in die Krise. Viele Menschen haben ihr Vermögen verloren. Das Regime will nicht als Versager dastehen. Was passiert also? Wer das Thema aufgreift, wird verfolgt.

Bülent Mumay
Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Pharmazeut (m/w/d) im Praktikum
Bezirkskliniken Schwaben
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Strategische(r) Einkäufer*in Lieferantenmanagement (w/m/d)
Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW)
Zum Stellenmarkt