Koalitionskrach : Es bebt mal wieder

Die FDP fühlt sich von der Union gedemütigt. Die hat sich an die Unruhe beim kleinen Partner gewöhnt. Sie lässt ihn mitreden - braucht ihn aber nicht. Auch nicht in der Debatte über einen potentiellen Nachfolger Wulffs.
Bis zum vorigen Wochenende hatte sich die FDP in Sachen Wulff auffällig ruhig verhalten. Man wolle „möglichst wenig Blut“ an den Händen der Liberalen, hieß es in der martialischen Ausdrucksweise, die auch Wulff für seinen „Krieg“ bevorzugt. Wulff sei, „nicht unser Problem, sondern das Problem der Union“. Aber dann änderte sich die Gefechtslage, und es war die FDP, die am Samstag vor einer Woche die Nachfolgedebatte für das Schloss Bellevue eröffnete. Vizekanzler Philipp Rösler sei darüber mit der Kanzlerin in ständigem, intensivem Austausch, hieß es. Und aus der FDP kamen allerlei Namen in Umlauf.





