Grünen-Chef im Interview :
„Man kann die Züge totalitärer Politik noch abwehren“

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Die Revolution in der DDR 1989 hat Robert Habeck verpasst: „Da war ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt, das ärgert mich heute total.“Daniel Feistenauer

Robert Habeck ist Chef der Grünen, Kinderbuchautor – und fasziniert von der deutschen Revolution von 1918. Ein F.A.Q.-Gespräch über deutsche Revolten, Systemumstürze und darüber, wie rechts die Zukunft sein wird.

Wer dachte, die Deutschen kennen nur Gehorsam und Untertanengeist, wurde eines Besseren belehrt: Auf Meuterei, massenhafte Befehlsverweigerungen, Gefangenenbefreiung, Demonstrationen und Schießereien folgte der Umsturz – Kaiser Wilhelm II. dankte am 9. November vor hundert Jahren nach einer beispiellosen Erhebung von linken Soldaten und Arbeitern im ganzen Reich ab, in Berlin wurde die Republik ausgerufen. Der erste revolutionäre Impuls dafür aber ging vom Matrosenaufstand in Kiel aus. Die entscheidenden Tage dort hat der Bundesvorsitzende der Grünen, Robert Habeck, mit seiner Frau Andrea Paluch vor zehn Jahren im Theaterstück „Neunzehnachtzehn“ beschrieben, das 2018 wieder aufgeführt wird. Habeck, bis September noch Minister in Kiel und stellvertretender Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, hat mit seiner Frau diverse Kinderbücher und Romane verfasst. Ein Gespräch über deutsche Revolten und Systemumstürze und die Frage, ob die nächste Revolution von rechts kommt.
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