CDU in Mecklenburg-Vorpommern : Wie einer fast mal Justizminister geworden wäre

Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern wollte Sascha Ott zum Justizminister des Landes machen. Jetzt will sie nicht mehr. Weil ihm die AfD gefällt.
Bei der CDU in Mecklenburg-Vorpommern läuft derzeit alles schief, was nur schieflaufen kann. Erst erreichte die Partei bei der Landtagswahl Anfang September nur noch 19 Prozent der Stimmen. Das war nicht nur das schlechteste Ergebnis überhaupt. Demütigend daran war vor allem, dass die AfD deutlich besser abschnitt und zweitgrößte Fraktion im Landtag wurde. So konnte die SPD, die auf 30 Prozent gekommen war, den Koalitionsvertrag mit der CDU praktisch diktieren. Was unter anderem zu der Pointe führte, dass der von der CDU schon im Wahlkampf immer wieder geforderte Staatssekretär für den sich benachteiligt fühlenden Landesteil Vorpommern zwar bewilligt wurde, nun aber von der SPD gestellt wird. Schließlich trat die CDU mit drei Männern für die von der SPD gewährten Ministerposten an: Bleiben sollen Lorenz Caffier, der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat, als Innenminister und Harry Glawe als Wirtschaftsminister.





