Pegida-Demonstration : „Bild“-Zeitung findet Mann mit Galgen-Attrappe

Die Galgen-Attrappe auf der jüngsten Pegida-Demonstration soll offenbar aus dem Erzgebirge kommen. Die „Bild“-Zeitung behauptet, dass sie den Urheber aufgespürt habe.
Die Galgen-Attrappe für deutsche Spitzenpolitiker auf der jüngsten „Pegida“-Demonstration in Dresden soll von einem 39-jährigen Werkzeughändler aus dem Erzgebirge stammen. Die „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe) hat den Mann nach eigener Darstellung in seiner Wohnung in der erzgebirgischen Kleinstadt Schwarzenberg ausfindig gemacht.
Der Mann habe gegenüber den Reportern der Zeitung zugegeben, den Galgen in seiner eigenen Werkstatt gebaut und bei seiner insgesamt dritten „Pegida“-Demonstration getragen zu haben. Die Polizei habe sich bisher nicht bei ihm gemeldet.
Rund 9.000 Menschen waren am vergangenen Montag dem Aufruf der fremdenfeindlichen „Pegida“-Bewegung in die Dresdner Innenstadt gefolgt. Für Entsetzen bei Politikern und Polizisten sorgte dabei die Galgen-Attrappe, an der Pappschilder mit der Aufschrift „Reserviert Angela ’Mutti’ Merkel“ und „Reserviert Siegmar ’das Pack’ Gabriel“ (Vizekanzler Sigmar Gabriel) baumelten. Die Dresdner Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen unter anderem wegen Störung des Öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, wegen Aufforderung zu Straftaten und wegen Volksverhetzung auf.
Die asylfeindliche „Pegida“-Bewegung war am 20. Oktober 2014 in Dresden erstmals auf die Straße gegangen. Für den Jahrestag an diesem Montag ist kein „Abendspaziergang“ genehmigt worden, sondern nur eine stationäre Kundgebung. Die Zivilgesellschaft will mit einem Sternmarsch gegen die Asylfeinde protestieren. Dazu werden mindestens 5.000 Teilnehmer erwartet.





