Im Gespräch: Lech Walesa :
Tore für die Freiheit

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Streikführer Walesa auf der Lenin-Werft in Danzig (1980)
Streikführer Walesa auf der Lenin-Werft in Danzig (1980)dpa

Lech Walesa hat kurze Beine, aber hohes Stehvermögen. Vor dem EM-Start erzählt der frühere polnische Präsident im Interview, welche Rolle der Fußball für die Solidarność spielte.

Herr Präsident, in wenigen Tagen beginnt die Fußball-Europameisterschaft in Polen und in der Ukraine, aber nicht alle wissen, dass Fußball in der Geschichte Ihres Landes schon einmal eine wichtige Rolle gespielt hat. Zur Zeit der Diktatur, als Sie in Danzig die antikommunistische Gewerkschaft Solidarność führten, unterhielt die Opposition mehrere Untergrund-Fußballmannschaften, in denen praktisch die gesamte polnische Elite von damals und heute spielte. Sie selbst standen im Tor, der heutige EU-Kommissar für Haushaltsfragen, Janusz Lewandowski, war Verteidiger, und zwei spätere Ministerpräsidenten, nämlich Jan Krzysztof Bielecki sowie Donald Tusk, spielten als Libero und als Mittelstürmer.
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