Flüchtlingstragödie : Leichen in den Netzen

Die Fischer in Mazara auf Sizilien hätten die Flüchtlinge retten können. Doch sie kamen zu spät, weil sie vor bewaffneten Schleppern aus Libyen fliehen mussten.
Die Tragödie auf dem Mittelmeer, bei der in der Nacht zum Sonntag etwa 800 Menschen ums Leben kamen, hätte verhindert werden können. Da ist sich Kapitän Domenico Asaro ganz sicher. „Wenn wir am Freitagabend nicht aus dem Unglücksgebiet hätten fliehen müssen, dann wären wir schneller an der Unfallstelle gewesen und hätten viele gerettet.“ Der Kapitän und ein Kollege namens Pietro Asaro hatten an jenen Tagen ihre Leute auf den Booten draußen und organisierten ihre Flotte - mit Hilfe von Hafenamt und Küstenwache - von ihrer Heimatstadt Mazara in der Provinz Trapani im Westen Siziliens aus.




