Verdächtiger Anis Amri : Ein Portemonnaie und viele Fragen

Nach dem Anschlag in Berlin finden die Ermittler erst spät einen Hinweis. Der verdächtige Tunesier Anis Amri war schon lange im Fokus der Behörden.
Am Dienstagmittag, keine vierundzwanzig Stunden nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz, hatte es den Verantwortlichen einschließlich des Generalbundesanwalts längst gedämmert: Der noch am Tatabend verhaftete Pakistani kam als Täter wohl nicht länger in Frage. Zwar wurde das formal erst am Abend durch die Bundesanwaltschaft bestätigt, aber schon die öffentlichen Äußerungen der Berliner Polizei hatten es zuvor erkennen lassen. Ein sehr schwieriger Moment muss das für die Behörden und die Politik gewesen sein, nach einer solchen Bluttat den ersten und bis dahin wichtigsten Verdächtigen zu verlieren.





