Sie nennen es bürgerlich

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BERLIN, 7. September. In diesem Wahlkampf zerfällt das "bürgerliche Berlin", das zu Beginn der Regierungszeit von Rot-Rot vor zehn Jahren in einer pathosreichen Rede von Christoph Stölzl (CDU) im Abgeordnetenhaus kurz am Horizont erschienen war.

BERLIN, 7. September. In diesem Wahlkampf zerfällt das "bürgerliche Berlin", das zu Beginn der Regierungszeit von Rot-Rot vor zehn Jahren in einer pathosreichen Rede von Christoph Stölzl (CDU) im Abgeordnetenhaus kurz am Horizont erschienen war. Die Koalition mit der PDS werde die SPD "ihre Seele kosten", sagte der frühere Kultursenator Stölzl 2001 voraus und erinnerte an die Verbrechen der SED. Damals hatte die CDU 23,8 Prozent und die FDP 9,9 Prozent der Stimmen. Eine Wahlperiode später, Friedbert Pflüger war Fraktionsvorsitzender der CDU, übten CDU, FDP und Grüne in Berlin ein "Jamaika"-Bündnis auf der Oppositionsbank. Sie zwangen Rot-Rot so beispielsweise, den Dichter Wolf Biermann zum Ehrenbürger zu machen. Damals hatte die CDU 21,3 Prozent und die FDP 7,6 Prozent der Stimmen. Die Grünen waren 2006 mit 13,1 Prozent nach der PDS (13,4 Prozent) die viertstärkste Fraktion geworden.

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