Eine schmierige Affäre
PARIS, 4. August. Das Verhältnis zwischen Frankreich und dem Irak hat sich längst normalisiert, da schickt sich die französische Justiz an, ein unrühmliches Kapitel der französisch-irakischen Beziehungen der Ära Saddam Hussein aufzuarbeiten.
PARIS, 4. August. Das Verhältnis zwischen Frankreich und dem Irak hat sich längst normalisiert, da schickt sich die französische Justiz an, ein unrühmliches Kapitel der französisch-irakischen Beziehungen der Ära Saddam Hussein aufzuarbeiten. Nach knapp zehn Jahren Ermittlungen müssen sich französische Politiker, Diplomaten und Unternehmer voraussichtlich Anfang nächsten Jahres vor Gericht für ihre Rolle bei der Anbahnung und Abwicklung der über das UN-Hilfsprogramm "Öl für Lebensmittel" geschlossenen Verträge mit dem Regime Saddam Husseins verantworten. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Paris bestätigte jetzt, dass ein Strafverfahren gegen insgesamt 19 Personen eröffnet wurde. Die Angeklagten sind allesamt der französischen Wirtschafts- und Staatselite zuzuordnen: Der Korruption verdächtigt werden unter anderem der frühere Innenminister Charles Pasqua, der Generaldirektor des Erdölkonzerns Total, Christophe de Margerie, sowie die Botschafter Jean-Bernard Mérimée und Serge Boidevaix.





