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Guten Tag aus Frankfurt: Anne-Christin Sievers : Evonik geht an die Börse

  • Aktualisiert am

Die Sonne über Frankfurts Skyline. Bild: Fricke, Helmut

Anleger blicken heute gespannt auf den Börsengang von Evonik. Außerdem legen Bayer, Software AG und Rhönklinikum Zahlen vor. Der Dax wird freundlich erwartet.

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          Lange war dieser Börsengang erwartet worden: Nach drei Fehlversuchen geht der Chemiekonzern Evonik am Donnerstag in Frankfurt und Luxemburg nun wirklich aufs Parkett. Mit einem Gesamtvolumen von gut 2 Milliarden Euro für insgesamt rund 14 Prozent der Evonik-Aktien ist es einer der größten Börsengänge in Deutschland seit Jahren. Evonik gilt auch als Kandidat für den M-Dax.

          Anleger blicken außerdem nach München, wo der weltgrößte Rückversicherer Munich Re seine Aktionäre zur Hauptversammlung einlädt. Experten gehen davon aus, dass Konzernchef Nikolaus von Bomhard dabei ähnlich wie im Vorjahr auch erste Anhaltspunkte über den Verlauf des ersten Quartals liefert. Für das Gesamtjahr stellt sich das Unternehmen wegen der Zinsflaute und stagnierender Preise in der Schaden- und Unfallrückversicherung auf einen Dämpfer ein. Nach 3,2 Milliarden Euro Überschuss im Vorjahr hatte von Bomhard für dieses Jahr annähernd 3 Milliarden Euro Gewinn in Aussicht gestellt. Geschäftszahlen für das erste Quartal kommen unter anderem von Bayer, der Software AG und von Rhönklinikum.

          Neues Zinstief zu erwartet

          Der deutsche Aktienmarkt wird am Donnerstag nach dem jüngsten Befreiungsschlag wieder freundlich erwartet. Gekko Markets indizierte den Dax vor Börsenstart 0,10 Prozent höher bei 7767 Punkten. Die nachbörsliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten hätte zunächst eine Atempause an den Märkten erwarten lassen, sagte Händler Darren Clarke vom Broker Gekko. Die Börsen in Asien verzeichneten am Morgen aber überwiegend Aufschläge und die zuletzt turbulenten Rohstoffmärkte zeigten sich ebenfalls freundlich, was die Stimmung weiter aufhelle. Der deutsche Leitindex Dax hatte sich in den vergangenen beiden Sitzungen bereits um 3,75 Prozent erholt und seine Mitte März bei 8074 Punkten begonnene Korrektur zumindest unterbrochen. Die Konjunkturdaten werden im Tagesverlauf wahrscheinlich wenig Einfluss auf die Marktentwicklung haben, sagte Dirk Gojny von der National-Bank mit Blick auf den Kalender.

          Am deutschen Anleihemarkt werden die Investoren am Donnerstag an den Lippen hochrangiger EZB-Vertreter hängen. Nachdem sich die Anzeichen verdichten, dass die europäische Notenbank ihren Leitzins in der kommenden Woche auf ein neues Rekordtief senken könnte, werden sich mehrere Ratsmitglieder in Form von Redebeiträgen äußern. Fundamental bleibt es vergleichsweise ruhig. Die überwiegend gute Börsenstimmung in Asien spricht für anfängliche Belastung am deutschen Rentenmarkt.

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