Freiwilligendienst abgebrochen : Heimwärts statt weltwärts
Zwei junge Frauen wollen ein Jahr lang Kinder in einem Waisenhaus in Malawi unterstützen. Das Coronavirus zwingt sie, ihren Freiwilligendienst vorzeitig zu beenden. Wie ihnen ergeht es Tausenden jungen Deutschen.
„Als der Anruf kam, habe ich nur gedacht: Lasst mich bitte hier, lasst mich meinen Dienst beenden.“ Im August 2019 hat [...] ihren Freiwilligendienst in einem Waisenhaus im Norden Malawis begonnen. Sie arbeitete im Kindergarten, bei der Ernte auf dem Feld oder an der Ausgabestelle für Milchpulver. Sie fühlte sich wohl. Bis die Coronavirus-Krise sie verfrüht zur Heimreise zwang, so wie etwa dreitausend andere junge Erwachsene. Sie alle waren gerade über das „Weltwärts“-Programm, den entwicklungspolitischen Lerndienst des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ), im Ausland, als die Ausbreitung des Virus weltweit zu Reisebeschränkungen und Grenzschließungen führte.


