Wahl in Sachsen-Anhalt : Was Demoskopen über die Bürger wissen wollen

Wer – wie – was – warum? Meinungsforscher verlangen von den Bürgern Informationen. Das darf auch umgekehrt sein. Das Beispiel Sachsen-Anhalt.
Sollten Meinungsumfragen oder das, was dafür ausgegeben wird, je den Ausgang einer Wahl in Deutschland signifikant beeinflusst haben, dann dürfte die Landtagswahl, die am Sonntag in Sachsen-Anhalt stattgefunden hat, wohl als Anschauungsobjekt par excellence dienen. Lange Zeit schien es, als könne die AfD, die vor fünf Jahren mit fast 25 Prozent der Stimmen aus dem Stand die stärkste Oppositionspartei in Magdeburg geworden war, den Abstand zu der seit Jahren regierenden CDU nicht verringern. Mochten auch Mitglieder der Landtagsfraktion immer wieder mit einer Annäherung an die AfD liebäugeln, so ließ Ministerpräsident Reiner Haseloff nicht nur nichts auf das Regierungsbündnis mit SPD und Grünen kommen. Mit ihm, dem diktatursozialisierten Katholiken aus der Lutherstadt Wittenberg, so war spätestens seit dem Anschlag auf die Synagoge in Halle und der Entmachtung seines designierten Nachfolgers an der Spitze der Partei Holger Stahlknecht klar, würde es auch nicht den kleinsten Versuch geben, die Brandmauer zwischen einer als rechtsextremistisch eingestuften Partei und demokratischen Kräften zu durchlöchern oder gar einzureißen.
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