Liveblog Ukrainekrieg : Selenskyj: Erhalten nur zwölf Patriot-Raketen im Monat
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht im Juni 2024 bei einem Besuch auf einem deutschen Truppenübungsplatz vor einem Flugabwehrraketensystem vom Typ Patriot.dpa
Ukraine steht vor großer Herausforderung +++ Stubb und Støre sprechen mit Putin – scharfe Kritik von Frederiksen +++ Humanitäre Mission in russisch besetzter Stadt Oleschky beginnt +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite.
Selenskyj: Erhalten nur zwölf Patriot-Raketen im Monat
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in diesem Jahr durchschnittlich nur zwölf Flugabwehrraketen des Typs Patriot je Monat erhalten. Bei den Patriots stehe das Land vor einer großen Herausforderung, sagte Selenskyj der Agentur Ukrinform zufolge im Gespräch mit Journalisten in Kiew. Er befasse sich deshalb täglich mit der Suche nach weiteren Abfangraketen. Das amerikanische Patriot-System ist das einzige, das zuverlässig ballistische Raketen abfangen kann, mit denen Russland ukrainische Städte angreift.
Seit vergangenem Jahr liefern die USA Patriotraketen an die Ukraine nur noch gegen Bezahlung. Die Raketen sind Teil des PURL-Programms, bei dem Europa der Ukraine Geld für den Kauf von Waffen und Munition bereitstellt. Für den Großteil der Ausrüstung funktioniere das Programm gut, sagte Selenskyj. Nur bei Patriots sei es „eine große Herausforderung“. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, wonach US-Verteidigungsminister Pete Hegseth weitere Patriot-Lieferungen an die Ukraine nicht unterzeichnet habe.
Selenskyj bestätigte das indirekt. Hegseth habe lediglich einen Teil der vereinbarten Lieferung, nämlich die zwölf erwähnten Flugabwehrraketen, unterzeichnet. „Wir haben aber diesen Monat 35 verbraucht“, sagte Selenskyj. Die anderen 23 Stück habe er an „anderen Fronten“ aufgetrieben. Das bezog sich auf andere Länder, insbesondere in Westeuropa, die ebenfalls Patriot-Systeme haben, und die Selenskyj bittet, seinem Land mit Munition auszuhelfen.
Allerdings brauchten auch diese Länder dafür die Genehmigung der USA. „Wir brauchen die Zustimmung der Vereinigten Staaten“, sagte Selenskyj. „Das ist alles.“ In New York habe er US-Präsident Donald Trump gebeten, das „Winterpaket“ für die Ukraine schnell zu genehmigen. Im Gegenzug habe er versprochen, keine Ölraffinerien in Russland anzugreifen. Trump habe daraufhin versprochen, alles zu tun, was in seiner Macht stehe, aber auch darauf verwiesen, dass die USA selbst „nicht sehr viele“ Raketen dieses Typs mehr hätten.
Wegen fehlenden Flugabwehrraketen hatten in den vergangenen Wochen außergewöhnlich viele russische Raketen die ukrainische Flugabwehr durchbrochen. Allein im August und September sind bei russischen Luftangriffen mindestens 700 Zivilisten getötet und mehr als 2100 verletzt worden, berichtet die Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen. Das waren so viele wie nie zuvor seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine.
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Waffenruhe in der besetzten Stadt Oleschky hält
Die Waffenruhe um die von Russland besetzte Frontstadt Oleschky im Süden der Ukraine hält laut Angaben aus Kiew. Sie sei in den ersten 30 Stunden nicht gebrochen worden, teilte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez mit. Die Feuerpause wurde von den USA vermittelt und ist bis zum 1. November befristet, um eine Evakuierung der seit Monaten umkämpften Stadt sowie Hilfslieferungen zu ermöglichen. Die Lebensbedingungen dort wurden zuletzt immer dramatischer, eine Flucht war für die Einwohner nahezu unmöglich.
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Trump kündigt „sehr bald“ Treffen mit Putin und Selenskyj an
US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj angekündigt. „Es wird sehr bald ein Treffen geben“, sagte Trump am Dienstagabend vor Journalisten. „Ich glaube, dass dabei große Fortschritte erzielt werden könnten“, fügte er mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen hinzu, den seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Krieg zu beenden.
Kürzlich hatte der Kreml für die erste Novemberhälfte direkte Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern unter US-Vermittlung in Abu Dhabi angekündigt. Selenskyj bestätigte die Pläne am Freitag im Onlinedienst X. „Jetzt müssen wir uns alle darauf konzentrieren, dass diese Treffen stattfinden – gemeinsam mit Amerika, Europa und all unseren Partnern“, erklärte er. Zuletzt hatten die drei Seiten im Februar ohne Fortschritte verhandelt.
Kürzlich hatte der Kreml für die erste Novemberhälfte direkte Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern unter US-Vermittlung in Abu Dhabi angekündigt. Selenskyj bestätigte die Pläne am Freitag im Onlinedienst X. „Jetzt müssen wir uns alle darauf konzentrieren, dass diese Treffen stattfinden – gemeinsam mit Amerika, Europa und all unseren Partnern“, erklärte er. Zuletzt hatten die drei Seiten im Februar ohne Fortschritte verhandelt.
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Frankreich verlegt Seeaufklärer zum Schutz von Infrastruktur nach Rumänien
Frankreich verlegt vorübergehend ein Seeaufklärungsflugzeug nach Rumänien, um Gefahren für die Schifffahrt zu erkennen und kritische Energieinfrastruktur im Schwarzen Meer zu schützen. Die Maschine vom Typ Atlantique 2 absolviert nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums bis zum 6. November Überwachungsmissionen über dem westlichen Teil des Binnenmeeres. In den vergangenen drei Wochen sind vor den Küsten der NATO-Mitglieder Rumänien und Bulgarien mindestens acht Frachtschiffe getroffen worden. Dabei sind etwa 34 Seeleute ums Leben gekommen oder gelten als vermisst. Rumänische Kampfflugzeuge hatten zwei russische Drohnen über den eigenen Hoheitsgewässern abgeschossen, woraufhin die NATO eine Verstärkung der Überwachung in der Region ankündigte.
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Philipp von Reinersdorff
Selenskyj: Mehr als 100 ballistische Raketen gegen Kiew in zwei Wochen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut auf den Bedarf seines Landes an Flugabwehrraketen und Verzögerungen bei deren Lieferungen hingewiesen. Moskau habe innerhalb von zwei Wochen mehr als 100 ballistische Raketen gegen die Hauptstadt Kiew und ihr Umland eingesetzt, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.
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Verfahren um Nord-Stream-Pipeline wird nicht eingestellt
Das Hanseatische Oberlandesgericht hat die Einstellung des Verfahrens gegen den mutmaßlichen Saboteur der Nord-Stream-Pipeline, Serhij K., abgelehnt. Der Angeklagte sei nach deutschem Recht nicht in seiner Verteidigung eingeschränkt, sagte die Vorsitzende Richterin am Dienstag.
Am ersten Prozesstag hatten die Verteidiger des Angeklagten die Einstellung des Verfahrens beantragt, weil dieser nicht in der Lage sei, sich zu verteidigen. Demnach ist es dem früheren Offizier der ukrainischen Streitkräfte von Seiten Kiews untersagt worden, zu den Vorwürfen vor Gericht Angaben zu machen.
Die Bundesanwaltschaft wirft K. vor, die Sprengung der Pipelines angeführt zu haben. Er ist unter anderem wegen Kriegsverbrechen und verfassungsfeindlicher Sabotage angeklagt.
Am ersten Prozesstag hatten die Verteidiger des Angeklagten die Einstellung des Verfahrens beantragt, weil dieser nicht in der Lage sei, sich zu verteidigen. Demnach ist es dem früheren Offizier der ukrainischen Streitkräfte von Seiten Kiews untersagt worden, zu den Vorwürfen vor Gericht Angaben zu machen.
Die Bundesanwaltschaft wirft K. vor, die Sprengung der Pipelines angeführt zu haben. Er ist unter anderem wegen Kriegsverbrechen und verfassungsfeindlicher Sabotage angeklagt.
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Kreml bestätigt „Meinungsaustausch“ – und betont eigene Interessen
Der Kreml hat das Telefonat des russischen Herrschers Wladimir Putin mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre bestätigt. Die Mitteilung vom Dienstagnachmittag hebt hervor, dass es „auf Bitten der finnischen und norwegischen Seiten“ stattgefunden habe und ein „Meinungsaustausch“ über die „Beilegung der ukrainischen Krise“ gewesen sei.
Die Gesprächspartner hätten die vorige Woche beim Besuch des amerikanischen Unterhändlers Steve Witkoff erzielte Einigung begrüßt, die Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA Mitte November in Abu Dhabi wieder aufzunehmen. Dabei solle es unter anderem um „Fragen der Gewährleistung der Sicherheit Russlands und der Ukraine nach dem völligen Ende der Kampfhandlungen gehen“. Putin habe an die „Grundursachen“ des „Konflikts“ in der Ukraine „erinnert“, hieß es weiter. Ein „gerechter, langfristiger Frieden“ sei nur möglich, wenn „die rechtmäßigen Interessen“ Russlands „vollkommen und bedingungslos“ berücksichtigt würden.
Diese Formulierung lässt darauf schließen, dass Putin auch in diesem Gespräch den Angriffskrieg gegen die Ukraine zum Verteidigungsringen gegen den Westen umgedeutet hat und weiter an seinen Maximalzielen festhält, die neben der Festigung der Annexionen ukrainischer Gebiete auch weitreichende Einschränkungen der Souveränität und Widerstandsfähigkeit einer Restukraine umfassen.
Der Kreml-Mitteilung lässt sich zudem entnehmen, dass Putin in dem Telefonat neuerlich die USA, deren Präsidenten Donald Trump er umwirbt, von direkter Kritik ausgenommen hat. So heißt es, es sei darauf aufmerksam gemacht worden, dass „die Hinziehung der Kampfhandlungen“ einer „konfrontativen Politik von EU und NATO“ zuzuschreiben sei. Gesprochen worden sei auch über Sicherheitsfragen in der Ostsee und in Nordeuropa, so der Kreml. Stubbe und Støre hätten die Bedeutung hervorgehoben, das internationale Seerecht zu beachten.
Putin habe sie über eine von den USA vermittelte „humanitäre Operation im Gebiet der russischen Siedlung Aljoschki informiert“. Gemeint ist die von den russischen Invasoren seit 2022 besetzte Kleinstadt Oleschky im besetzten Teil des südukrainischen Gebiets Cherson, deren Bewohner hungern. Dort soll nun eine Feuerpause gelten. Laut Kreml wollen Putin, Stubb und Støre „direkte Kontakte über Telefon“ fortsetzen.
Die Gesprächspartner hätten die vorige Woche beim Besuch des amerikanischen Unterhändlers Steve Witkoff erzielte Einigung begrüßt, die Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA Mitte November in Abu Dhabi wieder aufzunehmen. Dabei solle es unter anderem um „Fragen der Gewährleistung der Sicherheit Russlands und der Ukraine nach dem völligen Ende der Kampfhandlungen gehen“. Putin habe an die „Grundursachen“ des „Konflikts“ in der Ukraine „erinnert“, hieß es weiter. Ein „gerechter, langfristiger Frieden“ sei nur möglich, wenn „die rechtmäßigen Interessen“ Russlands „vollkommen und bedingungslos“ berücksichtigt würden.
Diese Formulierung lässt darauf schließen, dass Putin auch in diesem Gespräch den Angriffskrieg gegen die Ukraine zum Verteidigungsringen gegen den Westen umgedeutet hat und weiter an seinen Maximalzielen festhält, die neben der Festigung der Annexionen ukrainischer Gebiete auch weitreichende Einschränkungen der Souveränität und Widerstandsfähigkeit einer Restukraine umfassen.
Der Kreml-Mitteilung lässt sich zudem entnehmen, dass Putin in dem Telefonat neuerlich die USA, deren Präsidenten Donald Trump er umwirbt, von direkter Kritik ausgenommen hat. So heißt es, es sei darauf aufmerksam gemacht worden, dass „die Hinziehung der Kampfhandlungen“ einer „konfrontativen Politik von EU und NATO“ zuzuschreiben sei. Gesprochen worden sei auch über Sicherheitsfragen in der Ostsee und in Nordeuropa, so der Kreml. Stubbe und Støre hätten die Bedeutung hervorgehoben, das internationale Seerecht zu beachten.
Putin habe sie über eine von den USA vermittelte „humanitäre Operation im Gebiet der russischen Siedlung Aljoschki informiert“. Gemeint ist die von den russischen Invasoren seit 2022 besetzte Kleinstadt Oleschky im besetzten Teil des südukrainischen Gebiets Cherson, deren Bewohner hungern. Dort soll nun eine Feuerpause gelten. Laut Kreml wollen Putin, Stubb und Støre „direkte Kontakte über Telefon“ fortsetzen.
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Humanitäre Mission in Oleschky hat begonnen
Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, hat bestätigt, dass in der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky eine humanitäre Mission begonnen hat. Seinen Angaben zufolge ist der Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Dmytro Lubinez, vor Ort, um den Ablauf zu koordinieren. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese Mission zur Rettung unserer Leute erfolgreich und sicher verläuft. Ich bin allen, die an der Durchführung und Absicherung dieser Operation beteiligt sind, aufrichtig dankbar“, schrieb Budanow auf Telegram. Das Leben eines jeden Ukrainers sei von unschätzbarem Wert.
Lubinez hatte in der Nacht mitgeteilt, dass um 3:00 Uhr Kiewer Zeit in Oleschky und in anderen Gebieten, die mit der humanitären Mission in Verbindung stehen, ein Waffenstillstand in Kraft getreten sei. Demnach führt die Ukraine gemeinsam mit der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa unter der Vermittlung der amerikanischen First Lady, Melania Trump, eine humanitäre Mission durch.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vermutete in einem am 25. Oktober veröffentlichten Interview in der ukrainischen Nachrichtensendung TSN, dass Russland „alles tun wird, um die Straßen in Oleschky so zu entminen, dass diese Menschen (die Einwohner) in Richtung Russland fliehen und dort bleiben“. Er äußerte, dass die Russen nicht bereit sein werden, „die Menschen einfach bedingungslos freizulassen“.
Er sagte auch, dass einige Bewohner in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet gebracht würden. „Das Wichtigste ist, wie viele Menschen eingeschlossen sind – sie müssen befreit werden, damit sie überleben können. Es wäre wünschenswert, dass sie ihr Ziel erreichen und zu uns in die Ukraine evakuiert werden können, die ihnen zweifellos alles zur Verfügung stellen und sie unterstützen wird“, betonte Selenskyj. Ukrainischen Angaben zufolge befinden sich noch etwa 1700 Menschen in Oleschky, die unter einem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten leiden und keinen sicheren Weg für eine Evakuierung haben.
Lubinez hatte in der Nacht mitgeteilt, dass um 3:00 Uhr Kiewer Zeit in Oleschky und in anderen Gebieten, die mit der humanitären Mission in Verbindung stehen, ein Waffenstillstand in Kraft getreten sei. Demnach führt die Ukraine gemeinsam mit der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa unter der Vermittlung der amerikanischen First Lady, Melania Trump, eine humanitäre Mission durch.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vermutete in einem am 25. Oktober veröffentlichten Interview in der ukrainischen Nachrichtensendung TSN, dass Russland „alles tun wird, um die Straßen in Oleschky so zu entminen, dass diese Menschen (die Einwohner) in Richtung Russland fliehen und dort bleiben“. Er äußerte, dass die Russen nicht bereit sein werden, „die Menschen einfach bedingungslos freizulassen“.
Er sagte auch, dass einige Bewohner in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet gebracht würden. „Das Wichtigste ist, wie viele Menschen eingeschlossen sind – sie müssen befreit werden, damit sie überleben können. Es wäre wünschenswert, dass sie ihr Ziel erreichen und zu uns in die Ukraine evakuiert werden können, die ihnen zweifellos alles zur Verfügung stellen und sie unterstützen wird“, betonte Selenskyj. Ukrainischen Angaben zufolge befinden sich noch etwa 1700 Menschen in Oleschky, die unter einem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten leiden und keinen sicheren Weg für eine Evakuierung haben.

Ein undatiertes Bild von der Stadt Oleschky aus einem Video, das am 22. September von der Ukraine zur Verfügung gestellt wurde. . dpa
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Stubb und Støre sprechen mit Putin
Der finnische Präsident Alexander Stubb und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre haben am Dienstagmorgen mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert. Stubb und Støre hätten das Gespräch initiiert, um über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie über die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges zu sprechen, teilte das Büro des finnischen Präsidenten am Dienstagvormittag mit. „Die Diskussion war offen und sachlich. Wir sind Nachbarländer Russlands. Der Ausgang dieses Krieges wird direkte Auswirkungen auf unsere Sicherheit und die Sicherheit Europas insgesamt haben. Um den Krieg zu beenden, sind direkte Gespräche erforderlich“, sagte Präsident Stubb.
Ziel des Gesprächs war es demnach, Präsident Putin direkt Botschaften zu künftigen Verhandlungen zu übermitteln, die zur Beendigung des Krieges beitragen sollen. Um welche Botschaften es sich dabei handelt, blieb offen. Das Gespräch stand der Mitteilung zufolge im Zusammenhang mit den bevorstehenden Treffen von Unterhändlern der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi.
Finnland und Norwegen setzen sich seit Langem für die Ukraine ein. In dem Telefonat sei hervorgehoben worden, dass beide Länder ein gemeinsames Interesse an Stabilität und Vorhersehbarkeit im Ostseeraum und im hohen Norden insgesamt hätten, heißt es in der Mitteilung. Infolge des russischen Angriffskriegs sind die Spannungen im Ostseeraum deutlich gestiegen.
Das Telefonat fand laut finnischem Präsidialamt in Absprache mit der Ukraine statt und war eine Folge des Treffens der beiden nordischen Staatsoberhäupter mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie dem US-Sondergesandten für die Ukraine und Russland, Steve Witkoff, kürzlich in Oslo.
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen übte scharfe Kritik an dem Gespräch von Stubb und Støre mit Putin. Die „eigenmächtige Initiative“ Norwegens und Finnlands sei nicht mit den anderen Staaten abgestimmt gewesen, sagte Frederiksen dem Sender TV2. Sie sehe die Initiative sehr skeptisch, da es keine Anzeichen für einen Frieden gebe. „Ich finde, man sollte Europa zusammenhalten, anstatt im Alleingang zu handeln“, so Frederiksen.
Ziel des Gesprächs war es demnach, Präsident Putin direkt Botschaften zu künftigen Verhandlungen zu übermitteln, die zur Beendigung des Krieges beitragen sollen. Um welche Botschaften es sich dabei handelt, blieb offen. Das Gespräch stand der Mitteilung zufolge im Zusammenhang mit den bevorstehenden Treffen von Unterhändlern der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi.
Finnland und Norwegen setzen sich seit Langem für die Ukraine ein. In dem Telefonat sei hervorgehoben worden, dass beide Länder ein gemeinsames Interesse an Stabilität und Vorhersehbarkeit im Ostseeraum und im hohen Norden insgesamt hätten, heißt es in der Mitteilung. Infolge des russischen Angriffskriegs sind die Spannungen im Ostseeraum deutlich gestiegen.
Das Telefonat fand laut finnischem Präsidialamt in Absprache mit der Ukraine statt und war eine Folge des Treffens der beiden nordischen Staatsoberhäupter mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie dem US-Sondergesandten für die Ukraine und Russland, Steve Witkoff, kürzlich in Oslo.
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen übte scharfe Kritik an dem Gespräch von Stubb und Støre mit Putin. Die „eigenmächtige Initiative“ Norwegens und Finnlands sei nicht mit den anderen Staaten abgestimmt gewesen, sagte Frederiksen dem Sender TV2. Sie sehe die Initiative sehr skeptisch, da es keine Anzeichen für einen Frieden gebe. „Ich finde, man sollte Europa zusammenhalten, anstatt im Alleingang zu handeln“, so Frederiksen.
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Merz warnt China, USA und Russland vor Entscheidungen über die Ukraine
Bundeskanzler Friedrich Merz hat China, die USA und Russland davor gewarnt, Entscheidungen über das Schicksal der Ukraine unter sich zu treffen. „Sie mögen zwar miteinander sprechen und verhandeln, aber ohne die Ukraine werden sie niemals Lösungen finden können“, sagte Merz am Dienstag nach einer Grundsatzrede in Singapur. Deshalb suche man nach einem Format, in dem auch die Europäer und die Ukraine mit am Tisch säßen.
„Die Ukraine ist Teil Europas. Sie gehört zur Europäischen Union“, betonte der Kanzler. „Sobald es um Sicherheitsgarantien nach einem Waffenstillstand oder nach dem Ende dieses Krieges geht, sind die Europäer involviert. Ob sie es wollen oder nicht: Sie sind daran beteiligt, Sicherheitsgarantien zu schaffen“, fügte er hinzu.
„Die Ukraine ist Teil Europas. Sie gehört zur Europäischen Union“, betonte der Kanzler. „Sobald es um Sicherheitsgarantien nach einem Waffenstillstand oder nach dem Ende dieses Krieges geht, sind die Europäer involviert. Ob sie es wollen oder nicht: Sie sind daran beteiligt, Sicherheitsgarantien zu schaffen“, fügte er hinzu.
Deshalb fänden zurzeit viel mehr diplomatische Gespräche statt, als man öffentlich wahrnehme. Aber letztendlich hänge das Ende dieses Krieges nur von Russlands Präsident Wladimir Putin ab. „Solange er diesen Krieg nicht beenden will, werden wir die Ukraine unterstützen“, betonte Merz. Er wolle keinen Zweifel daran lassen.
Deutschland ist mittlerweile der mit Abstand größte Unterstützer der Ukraine, die sich seit 2022 gegen die russische Invasion verteidigt. Dies liege im europäischen Interesse, man verteidige eben nicht nur die territoriale Integrität der Ukraine, sagte Merz. „Wir verteidigen die gesamte politische Ordnung des europäischen Kontinents. Und das ist der Grund, warum wir uns so stark engagieren.“
Deutschland ist mittlerweile der mit Abstand größte Unterstützer der Ukraine, die sich seit 2022 gegen die russische Invasion verteidigt. Dies liege im europäischen Interesse, man verteidige eben nicht nur die territoriale Integrität der Ukraine, sagte Merz. „Wir verteidigen die gesamte politische Ordnung des europäischen Kontinents. Und das ist der Grund, warum wir uns so stark engagieren.“
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Klaus Bardenhagen
Wichtige Brücke in Kiew beschädigt – Zugverkehr eingestellt
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko eine wichtige Dnipro-Brücke beschädigt worden. Der Angriff habe die Südbrücke über den Fluss getroffen, teilte Klitschko auf Telegram mit. Auch die Metro-Infrastruktur auf der Brücke wurde demnach beschädigt. Der Zugverkehr über die Brücke sei eingestellt worden, fügten die Behörden hinzu.
Zuvor waren Berichte über den Abschuss mehrerer ballistischer Raketen in Richtung der ukrainischen Hauptstadt eingegangen. Die Armee hatte am frühen Dienstagmorgen mitgeteilt, dass ballistische Raketen in Richtung Kiew abgefeuert worden seien.
Russland hatte seine Drohnen- und Raketenangriffe auf Kiew in den vergangenen Wochen noch einmal verstärkt und dabei wieder vermehrt Energieinfrastruktur ins Visier genommen. Viele Menschen in Kiew haben daher Angst vor einem weiteren Winter mit wenig oder gar keiner Strom- und Wärmeversorgung.
Wiederholt wurden auch Brücken über den durch Kiew fließenden Dnipro getroffen, was zu Verkehrseinschränkungen führte. Die Verbindung zwischen dem linken und dem rechten Ufer ist laut Klitschko „einer der entscheidenden Faktoren für die Funktionsfähigkeit der Stadt“.
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Klaus Bardenhagen
Begrenzte Waffenruhe in russisch besetzter Frontstadt
In der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky ist eine örtlich begrenzte Waffenruhe in Kraft getreten. Die russischen Streitkräfte hätten am Dienstag ab 2 Uhr MEZ „in der Region Oleschky im Gebiet Cherson“ das Feuer eingestellt, teilte das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mit. Dies geschehe „im Rahmen der Vorbereitungen für einen humanitären Einsatz“.
Sowohl Moskau als auch Kiew hatten sich zur Einhaltung der Feuerpause in Oleschky bereit erklärt. Ob es seit ihrem Inkrafttreten tatsächlich zu einem Rückgang der Gefechte kam, ließ sich zunächst nicht verifizieren.
Das Weiße Haus hatte die von der amerikanischen First Lady Melania Trump vermittelte Waffenruhe für Oleschky zuvor angekündigt. Die Feuerpause soll angesichts gravierender Engpässe bei Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten die Versorgung der Bevölkerung, Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten ermöglichen.
Die Stadt ist aktuell vollständig vermint. Die ukrainischen Streitkräfte setzten zeitweise Drohnen ein, um Hilfsgüter in die Stadt zu schaffen. Viele der unbemannten Fluggeräte wurden jedoch von russischen Truppen abgeschossen. Nunmehr sollen nach der Vereinbarung Minen geräumt werden, um einen sicheren Korridor zu schaffen. Unklar ist, ob die verbliebenen Bewohner ihre Stadt verlassen dürfen.
Sowohl Moskau als auch Kiew hatten sich zur Einhaltung der Feuerpause in Oleschky bereit erklärt. Ob es seit ihrem Inkrafttreten tatsächlich zu einem Rückgang der Gefechte kam, ließ sich zunächst nicht verifizieren.
Das Weiße Haus hatte die von der amerikanischen First Lady Melania Trump vermittelte Waffenruhe für Oleschky zuvor angekündigt. Die Feuerpause soll angesichts gravierender Engpässe bei Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten die Versorgung der Bevölkerung, Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten ermöglichen.
Die Stadt ist aktuell vollständig vermint. Die ukrainischen Streitkräfte setzten zeitweise Drohnen ein, um Hilfsgüter in die Stadt zu schaffen. Viele der unbemannten Fluggeräte wurden jedoch von russischen Truppen abgeschossen. Nunmehr sollen nach der Vereinbarung Minen geräumt werden, um einen sicheren Korridor zu schaffen. Unklar ist, ob die verbliebenen Bewohner ihre Stadt verlassen dürfen.
Oleschky liegt am Ufer des Dnjepr in der Region Cherson und ist seit 2022 von Russland besetzt. Von den ursprünglich rund 24.000 Einwohnern sollen sich noch 1700 bis 2000 in der durch die Kämpfe schwer beschädigten Stadt aufhalten. Frühere Bewohner der Stadt hatten der AFP Anfang des Jahres berichtet, dass die in der Stadt verbliebenen Menschen hungerten, es ihnen an Medikamenten fehle und sie die Stadt nicht ohne Weiteres verlassen könnten.
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Irem Yildirim

Tote und Verletzte durch Raketen in Kiew
Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am Abend mindestens ein Mensch getötet worden. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mitteilte. Neben mehreren Gebäuden wurde nach seinen Angaben auch ein Krankenwagen getroffen. Zwei Rettungssanitäter seien dabei verletzt worden. In einem der getroffenen Wohnhäuser könnten Menschen eingeschlossen sein.
Die russischen Militärs hatten nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr für diesen Angriff ballistische Raketen eingesetzt. Diese Waffen können nur schwer abgewehrt werden, zumal die Flugabwehr über einen Mangel entsprechender Munition klagt. Das russische Militär nutzt diese Schwäche der Ukrainer für häufige Raketenangriffen gegen Ballungszentren in der Ukraine aus.
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Irem Yildirim

Pistorius spricht Putin ernsthaften Friedenswillen ab
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat Kremlchef Wladimir Putin vor dem Hintergrund der für November in Aussicht gestellten Dreiergespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA mangelnden Friedenswillen vorgeworfen. „Putin simuliert immer mal wieder Gesprächsbereitschaft“, sagte Pistorius am Montag nach einem E5-Verteidigungsministertreffen in Paris. „Nichts, aber auch gar nichts“ deute darauf hin, dass Putin „an einem Waffenstillstand oder gar an einem Frieden interessiert ist“.
„Ganz im Gegenteil, er spielt auf Zeit“, sagte Pistorius. Putin werde „auf einen kalten Winter setzen“ und die ukrainische Energie- und Wasserversorgung „ganz systematisch“ zerstören lassen. „Das ist nichts anderes als blanker Terror.“ Deutschland habe Winterhilfen vorbereitet und arbeite mit der Ukraine an einem zusätzlichen Luftverteidigungssystem.
Zur Beteiligung an einer geplanten Militärübung der sogenannten Koalition der Willigen sagte Pistorius: „Wir waren nie ablehnend gegenüber einer Beteiligung.“ Deutschland leiste einen „relativ überschaubaren Beitrag“ durch Luftbetankung und die Unterstützung militärischer Transporte durch Deutschland.
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Irem Yildirim

Zwei Tote bei russischem Raketenangriff auf Charkiw
Bei einem russischen Raketenangriff auf die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet worden. Vier Menschen seien zudem verletzt worden, teilt Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Es habe drei Einschläge in einem Viertel der Stadt gegeben. Ein Hochhaus und mehrere Privathäuser seien beschädigt worden. Der Gouverneur der gleichnamigen Region Charkiw, Oleh Synjehubow, erklärt, die russischen Streitkräfte hätten Raketen auf die Stadt abgefeuert. Sie liegt etwa 30 Kilometer von der Front entfernt und ist häufig Ziel russischer Angriffe.
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