3-D-Drucker im Ukrainekrieg : In Kiews Wohnzimmern drucken sie für die Front

Weil es den ukrainischen Truppen an vielem fehlt, springen jetzt Freiwillige ein. Mit ihren 3-D-Druckern produziert die „Druk Army“ Ersatzteile für die Armee.
Im dritten Stock eines Plattenbaus im Zentrum Kiews befindet sich eine Zweiraumwohnung, deren Wohnzimmer einer Werkhalle gleicht. Gut ein Dutzend 3-D-Drucker surren, während ein Ventilator vergeblich versucht, die Luft in dem kleinen Raum umzurühren. Auf den Regalen stehen große, mittlere und kleine Spulen mit bunten Kabeln, die allmählich in den Druckern verschwinden. Sie sind der Rohstoff, aus dem hier Nachschub für die ukrainische Armee hergestellt wird. Mittendrin sitzt Jehor Schuralow mit seinem Laptop auf einer abgewetzten Kunstledercouch und kontrolliert die neuesten Bestellungen: Antennenhalter, Bombenhüllen, Drohnenrampen. „Es wird mit jedem Tag mehr“, sagt der 30 Jahre alte Mann.
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