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Staatskrise in Burkina Faso : Diplomat Kafando wird Übergangspräsident

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Interimspräsident in Burkina Faso: Michel Kafando Bild: AFP

Nach dem Militär-Putsch hat eine Kommission den ehemaligen Außenminister Michel Kafando zum neuen Interimspräsidenten bestimmt. Er soll Burkina Faso ein Jahr regieren, dann soll es Wahlen geben.

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          Der Diplomat Michel Kafando ist zum Übergangspräsidenten in Burkina Faso bestimmt worden. Wie ein Vertreter des Wahlkomitees, Ignace Sandwidi, in der Nacht zum Montag mitteilte, soll Kafando die Geschicke des Landes leiten, bis im November kommenden Jahres umfassende Wahlen stattfinden.

          Kafando sei von den vier Kandidaten letztlich der „Konsenskandidat“ gewesen, sagte Sandwidi, ein Vertreter der katholischen Kirche des Landes. Diese war an den stundenlangen Diskussionen über den Interimspräsidenten beteiligt.

          Der 72 Jahre alte Kafando war mehrere Jahre lang UN-Botschafter seines Landes. Von 1981 bis 1982 war er zudem Außenminister von Burkina Faso. Seine Nominierung durch das 23-köpfige Wahlgremium muss nun noch vom Verfassungsrat bestätigt werden. Kafando sagte in einer ersten Reaktion, er fühle sich geehrt, habe aber auch Ehrfurcht vor der Verantwortung. Außer ihm waren letztlich als Kandidaten nur noch der Journalist Cherif Sy und die Soziologin und frühere Ministerin Joséphine Ouédraogo in Frage

          Der Präsident von Burkina Faso, Blaise Compaoré, war Ende Oktober unter dem Druck von Massenprotesten zurückgetreten, woraufhin zunächst das Militär die Macht übernommen hatte. Am Sonntag hatten Vertreter von Streitkräften und Zivilgesellschaft in Ouagadougou eine Übergangscharta unterzeichnet, die als vorläufige Verfassung dienen soll. Sie sagten zu, noch am Montag einen Übergangspräsidenten zu bestimmen.

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