Element 92 :
Die Utopie einer uranfreien Welt

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Urananreicherungsanlage im französischen Saint-Paul-Trois-Chateau
Urananreicherungsanlage im französischen Saint-Paul-Trois-ChateauAFP

Horst Hamm hat eine felsenfeste Meinung. Uran und (fast) alles, was man mit dem Element macht oder gemacht hat, ist des Teufels. Eine Streitschrift.

Uran, ein schwarzgraues Schwermetall, ist das schwerste natürliche Element. Weil sein Atomkern aus 92 Protonen besteht, ist es im Periodensystem mit der Ordnungszahl 92 gelistet. Diese große Zahl an positiv geladenen Kernbausteinen ist auch der Grund für die Radioaktivität des Elements. Uran ist ein wichtiger Rohstoff für die Forschung, für medizinische und industrielle Anwendungen sowie für die Energiegewinnung in Kernkraftwerken. Uran ist aber auch Ausgangsstoff für den Bau todbringender Kernwaffen. Tatsächlich hat der Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima am 6. August 1945 schätzungsweise 70.000 bis 80.000 Menschen den Tod gebracht. Für den Umweltjournalisten Horst Hamm hat Uran wegen seines hohen Zerstörungspotentials einen ambivalenten Ruf. Denn ohne Uran gäbe es keine menschengemachte Kernspaltung und damit keine Atombombe, aber auch keine Umweltkatastrophen wie Tschernobyl und Fukushima. Es ist überwiegend ein düsteres Bild, das Horst Hamm über das Element mit der Ordnungszahl 92 in seinem Buch zeichnet – „Das unheimliche Element. Die Geschichte des Urans zwischen vermeintlicher Klimarettung und atomarer Bedrohung“.

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