„Ehrenmord“ :
Der Fall Sürücü als juristische Doktorarbeit

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Blumen und Kränze liegen neben einem Gedenkstein für die am 07.02.2005 ermordete Hatun Sürücü.
Blumen und Kränze liegen neben einem Gedenkstein für die am 07.02.2005 ermordete Hatun Sürücü.dpa

Das Thema „Ehrenmorde“ ist wichtig. Ob es aber in einer juristischen Dissertation gut aufgehoben ist, bleibt zweifelhaft. Viele Aspekte bleiben unberücksichtigt.

Im Februar 2005 erschütterte die Ermordung der 23 Jahre alten Hatun Sürücü die Bundesrepublik. Die Berlinerin mit türkischen Wurzeln pflegte einen westlichen Lebensstil. Dreien ihrer Brüder gefiel das nicht. Der jüngste ermordete sie deshalb. Das Berliner Landgericht verurteilte den 18 Jahre alten Ayhan daraufhin zu einer Jugendstrafe. Seine beiden älteren Brüder beschuldigte eine Zeugin der Beihilfe. Das Berliner Landgericht sprach beide frei: Es fehle an Beweisen. Später hob der Bundesgerichtshof den Freispruch auf. Zu einer neuen Verhandlung vor deutschen Strafrichtern kam es aber nicht. Die beiden Männer wanderten in die Türkei aus. Dort sprach ein Gericht sie abermals mangels Beweisen frei. Eine Jugendstrafe wäre aufgrund ihres Alters nicht mehr in Betracht gekommen.

FAZ

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