Prozess in Düsseldorf : Mutmaßlicher türkischer Spion legt Geständnis ab

Ali D. räumt am ersten Prozesstag vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf die von der Bundesanwaltschaft gegen ihn erhobenen Vorwürfe ein. Der Mann soll für türkische Nachrichtendienste gearbeitet haben.
Neun Monate nach seiner spektakulären Festnahme in Düsseldorf hat ein 41 Jahre alter Türke vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gestanden, für türkische Nachrichtendienste tätig gewesen zu sein. Er räume die Vorwürfe ein, sagte Ali D. am Dienstag. D. hat nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft „seiner türkisch-nationalistischen Gesinnung folgend“ spätestens im August 2018 damit begonnen, in Deutschland Mitglieder und Unterstützer der „Arbeiterpartei Kurdistans“ (PKK) und der Gülen-Bewegung auszuspähen und die von ihm gesammelten Informationen dann an türkische Geheimdienste weiterzuleiten, darunter den nationalen Nachrichtendienst MIT. Sowohl die PKK als auch die Bewegung des im amerikanischen Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen werden von der türkischen Regierung als Feinde eingestuft. Präsident Recep Tayyip Erdogan macht die Gülen-Bewegung für den gescheiterten Putsch im Sommer 2016 verantwortlich.


