Vertuschter Kindesmissbrauch :
Wie die Kirche als Kulturmacht noch zu retten ist

Daniel Deckers
Ein Kommentar von Daniel Deckers
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In der Frankfurter Paulskirche: Der Limburger Bischof Georg Bätzing hält den Bericht des Projekts „Betroffene hören - Missbrauch verhindern" in der Hand. Rechts neben ihm  Ingeborg Schillai, die die Studie in Auftrag gegeben hatte.
In der Frankfurter Paulskirche: Der Limburger Bischof Georg Bätzing hält den Bericht des Projekts „Betroffene hören - Missbrauch verhindern" in der Hand. Rechts neben ihm Ingeborg Schillai, die die Studie in Auftrag gegeben hatte.dpa

Die Katholische Kirche hat jetzt schriftlich, welche Veränderungen angesichts der Vertuschung von Kindesmissbrauch nötig sind, damit sie nicht zur Sekte wird. Es ist ein langer Weg, aber es geht um Alles oder Nichts.

Seit fast zwanzig Jahren wird die katholische Kirche (nicht nur) in Deutschland von ihrer Vergangenheit eingeholt. Jahrzehnte-, wenn nicht jahrhundertelang hatten sich sexuelle Gewalttäter im Raum der Kirche so sicher fühlen können wie in kaum einem anderen Segment der Gesellschaft: Nicht nur die geistliche Macht über Menschen, die ihnen zugestanden wurde, ließ manchen Geistlichen zum „Missbrauchstäter“ werden. Wurden ihre Taten ruchbar, konnten sie allzu oft auf Nachsicht ihrer Vorgesetzten rechnen. Vielen war am Schutz der Institution alles gelegen, am Schutz der Opfer und ihren Familien nichts.

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