Friedrich Merz in Thüringen : Zwischen Putin und Bratwurst

Im thüringischen Sonneberg spricht Friedrich Merz über den russischen Angriffskrieg und die ostdeutsche Skepsis gegen die NATO. Auch gegen den Vorwurf, die CDU paktiere mit der AfD, muss er sich wehren.
Als Friedrich Merz eintrifft, ist die Konkurrenz schon da. Die Jusos haben vor dem Gesellschaftshaus in Sonneberg ein selbstgemaltes Transparent entrollt, auf dem sie den CDU-Vorsitzende des Zuguckens beschuldigen, wie die Thüringer Union gemeinsam mit der AfD ins Bett geht. So jedenfalls ist wohl das mit einem Pfeil durchbohrte Herz zu interpretieren, dass die Jung-Politiker zwischen CDU und AfD gemalt haben. Merz wird noch darauf zurückkommen, doch er muss jetzt erstmal weiter. Es ist sein Antrittsbesuch in Thüringen, und dafür hat er sich den Ort Sonneberg ganz im Süden des Freistaats ausgesucht. CDU-Kandidatin Uta Bätz will am Sonntag Bürgermeisterin der 20.000-Einwohner-Stadt werden, und da kommt die Berliner Prominenz ganz recht. Mehrfach sei er schon in Erfurt gewesen, sagt Merz, deshalb habe er diesmal aufs Land gewollt, „in eine Stadt, die kleiner als Erfurt ist, die ganz normal ist, und die eine gute Kandidatin hat“, sagt er in den mit rund 300 Zuhörern gefüllten Saal. „Haste richtig gemacht!“, ruft ihm ein älterer Herr begeistert zu.


