Katholische Kirche : Die Aufklärung der Missbrauchsfälle kommt nicht voran

Die Aufklärung der Missbrauchsfälle in den 27 katholischen Bistümern stockt. Teile des Klerus nutzen jede juristische Möglichkeit, um das Verfahren zu verzögern.
Der Umgang der Katholischen Kirche in Deutschland mit dem Thema sexuelle Gewalt steht weiterhin nicht unter einem guten Stern. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass sich der Leiter des „Instituts für Prävention und Aufarbeitung“ im kommenden Monat „einer neuen beruflichen Tätigkeit im kommunalen Umfeld“ widmen wird. Diese Einrichtung war erst im vergangenen Jahr von dem Missbrauchsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz, dem Trierer Bischof Stefan Ackermann, gegründet worden. In diesem Monat sollte es in eine unabhängige Trägerschaft überführt werden. An diesem Plan soll sich ebenso wenig etwas ändern wie an der Installierung eines international besetzten Kuratoriums. Dann wird die Öffentlichkeit vielleicht auch erfahren, ob und in welcher Weise dieses Institut die nach wie vor stockende Aufarbeitung in den 27 Bistümern beschleunigen kann.
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