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Die K-Frage der Union : Söder muss nur noch zuschauen

September 2020: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verfolgt im Bayerischen Landtag eine Rede von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Bild: dpa

Die Unterstützung in der CDU für die Kanzlerkandidatur von Armin Laschet bröckelt Stück für Stück. Umso entschlossener wirkt die CSU. Die christsoziale Kampfmaschine funktioniert reibungslos.

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          Am Sonntag hatte sich die Nachricht verbreitet, die Junge Union (JU) werde am Abend zu einer Konferenz zusammenkommen. Schon vorher hatte sich abgezeichnet, was am Abend geschehen sollte: Es gab eine klare Mehrheit für die Kanzlerkandidatur des CSU-Vorsitzenden Markus Söder. Der JU-Vorsitzende Tilman Kuban hatte in der Vorstandssitzung der CDU vor einer Woche noch erklärt, der andere Bewerber, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, müsse „ganz alleine“ entscheiden, ob er oder Söder antrete. Da war ihm längst klar, dass weite Teile der Jugendorganisation für Söder sind. Als es am Wochenende nicht zu einer Einigung kam, war die gemeinsame Festlegung nicht mehr zu vermeiden.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.
          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Markus Söder muss nun offenbar nur zugucken, wie sich die Mehrheiten mehr und mehr in seine Richtung verschieben. So war es schon die ganze Woche gelaufen. Wenn man von den sieben Ministerpräsidenten mit einem Parteibuch von CDU und CSU Laschet und Söder abzieht, bleiben fünf. Sie alle hatten sich am Montag im Präsidium noch hinter Laschet versammelt. Im Laufe der Woche war erst der Regierungschef von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, dem Druck seiner Basis gewichen und hatte sich mittelbar hinter Söder gestellt – mit dem Hinweis, wie wichtig Umfragen für die Entscheidung seien. Es folgte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans, der das Votum der Parteiführung plötzlich nicht mehr als Festlegung auf Laschet verstanden wissen wollte.

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