Silvesternacht in Köln : Hannelore Kraft findet späte klare Worte

Lange hat Hannelore Kraft zur Kölner Silvesternacht geschwiegen – nun findet sie in einer Sondersitzung des Landtags klare Worte. Der Impuls für die Einberufung kam von Seiten der Opposition.
Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) tritt am Donnerstagmorgen mit nur ein paar Minuten Verspätung ans Rednerpult des Landtags. Trotzdem ist sie spät dran. Zwei Wochen sind seit der Schreckensnacht von Köln vergangen. Erst am Donnerstag aber äußert sich die Ministerpräsidentin im wichtigsten politischen Gremium des Landes. Kraft beginnt ihre Unterrichtung mit einer Entschuldigung bei den Opfern der Exzesse von Köln. In der Silvesternacht sei Unvorstellbares geschehen. Es tue ihr „persönlich unendlich leid“, dass Frauen der Gewalt schutzlos ausgesetzt gewesen seien. „Es ist ein schlimmer Eindruck, der da entstanden ist. Der Eindruck, der Staat habe das Heft des Handelns für ein paar Stunden verloren“, sagt Kraft zwei Wochen nach den Ereignissen.





