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Brandanschlag auf „Morgenpost“ : Verdächtige wieder auf freiem Fuß

Verbrannte Archiv-Akten und alte Zeitungsausgaben liegen nach dem Brandanschlag auf dem Hinterhof des Verlagsgebäudes der „Hamburger Morgenpost“ Bild: dpa

Der Hintergrund des Brandanschlags auf die Hamburger Boulevardzeitung ist weiter unklar. Der Tatverdacht gegen zwei festgenommene Männer konnte nicht erhärtet werden.

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          Die Hintergründe des Brandanschlags auf die „Hamburger Morgenpost“ sind noch immer unklar. Zwei tatverdächtige Männer, die unmittelbar nach dem Anschlag in der Nähe in der S-Bahn festgenommen worden waren, sind wieder auf freiem Fuß. Eine Polizeisprecherin sagte: „Ein Tatverdacht konnte letztlich auch nach ersten kriminaltechnischen Untersuchungen nicht erhärtet werden.“

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Nach dem Brandanschlag in der Nacht zum Sonntag, bei dem das Archiv der Zeitung stark in Mitleidenschaft gezogen, aber niemand verletzt wurde, war ein Zusammenhang zu dem Anschlag auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ vermutet worden. Die „Morgenpost“ hatte am 8. Januar als einzige norddeutsche Zeitung Mohammed-Karikaturen von „Charlie Hebdo“ auf ihrer ersten Seite veröffentlicht, unter dem Titel „So viel Freiheit muss sein“.

          Danach gab es einige Drohungen gegen die Zeitung in der Leserpost. In der Montagausgabe verkündete die Zeitung auf dem Titelblat: „Wir bleiben Mopo!“ und berichtete auf vier Seiten über den Anschlag. Noch am Sonntag hatte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) die Redaktion besucht und sie der Solidarität der Hamburger versichert. Chefredakteur Frank Niggemeier erklärte, die Zeitung halte ihren redaktionellen Umgang mit den Karikaturen nach wie vor für richtig und lasse sich nicht einschüchtern.

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