Ganztagsschul-Ausbau : „Reise in die Zukunft ohne klares Ziel“

Jede zweite Schule unterrichtet mittlerweile ganztags. Das ergab eine Studie des Deutschen Jugendinstituts. Dabei fehlt es aber an übergreifenden Konzepten. Bildungspolitiker fordern, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern auch für Schulen aufzuheben.
Jede zweite Schule unterrichtet mittlerweile ganztags - dabei fehlt es aber angesichts unterschiedlicher Organisationsformen des Schulalltags an
übergreifenden Konzepten. Dies geht aus einer am Dienstag vorgestellten Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hervor. Demnach gleicht der seit zehn Jahren vorangetriebene Ganztags-Ausbau einer „Reise in die Zukunft ohne klares Ziel“.
Der Studie nach machten 51,1 Prozent der Schulen im Schuljahr 2010/11 Ganztagsangebote - acht Prozent mehr als im Schuljahr zuvor. Die meisten Ganztagsschulen gibt es demnach in Sachsen mit 96,5 Prozent aller Schulen. In dem ostdeutschen Bundesland nutzen mit 73,3 Prozent auch die im Ländervergleich meisten Schüler Ganztagsangebote. Die wenigsten Ganztagsschulen weist Sachsen-Anhalt mit 24,6 Prozent aller Schulen auf. Den
deutschlandweit geringsten Anteil von Schülern, die ganztägig zum Unterricht gehen, hat Bayern mit 10,5 Prozent.





