Palais Schaumburg : Die Bonner Republik bröckelt vor sich hin

Das Palais Schaumburg war die Schaltzentrale der Bundeskanzler von Adenauer bis Schmidt. Aber seit Jahren ist die Bonner Villa ein Sanierungsfall – und seit kurzem nicht mehr zweiter Dienstsitz des Kanzlers.
Vom Sicherheitszaun an der Bonner Adenauerallee betrachtet sieht das Palais Schaumburg romantisch-verwunschen aus. Hier und da bröckelt der Putz, aber das schlossähnliche, von einem gepflegten Park umgebene Gebäude, scheint alles in allem in Schuss zu sein. Aber der Schein trügt. Das Palais, das von 1949 bis 1976 Dienstsitz der Kanzler Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger, Willy Brandt und Helmut Schmidt war und seit dem Berlin-Umzug als „Dienstsitz Bonn“ des Kanzleramts diente, ist in einem erbärmlichen Zustand. Auf einer Runde um das für die Öffentlichkeit schon seit Jahren nicht mehr zugängliche Palais mit Harald Biermann, dem Präsidenten der Stiftung des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (HdG), wird das rasch deutlich.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





