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Corona-Impfung : Sind die Hausärzte überfordert?

Eine Auszubildende impft einen Patienten in einer Hausarztpraxis. Bild: dpa

Die Hausärzte sollen die Impfkampagne ins Ziel bringen. Doch Unsicherheit und Bürokratie bringen viele Mediziner zum Verzweifeln. Manche schicken ihre Patienten lieber gleich ins Impfzentrum. Mutet die Politik den Praxen zu viel zu?

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          Die Praxis von Gerd Appel liegt im Zentrum von Kassel, in einem Ärztehaus zwischen Hauptbahnhof und dem Stadtpark Karlsaue. Die Straßenbahn hält gleich vor der Tür, im Erdgeschoss hat sich eine Apotheke angesiedelt, eine typische Großstadtpraxis. Zusammen mit zwei Kolleginnen behandelt der Allgemeinmediziner etwa 2000 Patienten im Quartal. Die drei Ärzte waren schon ausgelastet, bevor sich Corona im Land ausbreitete. Bevor Hunderte Patienten anriefen, weil sie so schnell wie möglich gegen das Virus geimpft werden wollen. Und genau da ist das Problem.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          „Ich stecke als Hausarzt in einem unlösbaren Konflikt“, sagt Appel. Zwar möchte er so vielen Patienten wie möglich helfen, sich gegen Corona zu schützen. „Andererseits habe ich auch einen Versorgungsauftrag gegenüber meinen Patienten zu erfüllen und soll und muss wirtschaftlich arbeiten.“ Beides zusammen, lässt Appel durchblicken, geht einfach nicht.

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