Geheimmission erfolgreich : Letzte libysche Chemiewaffen vernichtet

In einem geheim gehaltenen Einsatz haben Libyen und die Vereinigten Staaten die letzten Chemiewaffen aus Gaddafis Beständen zerstört, berichtet die „New York Times“. Die Arbeiter seien auch in Deutschland ausgebildet worden.
Libyen und die Vereinigten Staaten haben die noch verbliebenen Chemiewaffen aus dem Arsenal von Muammar al Gaddafi unschädlich gemacht. Die letzte Giftgasgranate sei am vorvergangenen Sonntag zerstört worden, berichtet die „New York Times“. Es habe sich um Hunderte Bomben und Senfgasgranaten gehandelt, wie sie im Ersten Weltkrieg oft eingesetzt wurden. Die Arbeiter seien in Deutschland und Schweden ausgebildet worden.
Laut dem Bericht wurde die Mission in der libyschen Wüste etwa 650 Kilometer südöstlich von Tripoli ausgeführt und geheim gehalten. Denn die Amerikaner hätten befürchtet, dass die Granaten in die Hände von Terroristen fallen könnten.
Zum Einsatz kam demnach eine transportable Verbrennungsanlage. Diese Technologie könnte auch in Syrien verwendet werden, wo ein weitaus größerer Bestand an chemischen Waffen zerstört werden soll, berichtet die „New York Times“. Während in Libyen nur zwei Tonnen an chemischen Waffen zu vernichten waren, hat die syrische Regierung den Besitz von insgesamt 1300 Tonnen deklariert. In Syrien liegt die Beseitigung der Chemiewaffen hinter dem Zeitplan zurück.





