Briefe : Leserbriefe vom 24. Juni 2024

Rätsel der Jugend +++ EU und Sanktionen +++ Grundsteuerreform +++ privat krankenversichert
Was die Jugend schon immer wollte
Zu „Das Rätsel der Jugend“ (F.A.Z. vom 21. Juni): Der Jugendliche, das unbekannte Wesen und das große Rätsel? Nein, bereits in den Sechzigerjahren hat Stephen Spender in „The Year of the Young Rebels“ die damaligen Proteste an den Universitäten in Paris, Prag, New York und Berlin beobachtet, analysiert und immer noch Gültiges zum Wahlverhalten junger Menschen geschrieben. Junge Menschen wählten und wählen zu 90 Prozent, was die Eltern wählen. Junge Menschen wollen damals wie heute eine gute Ausbildung, Sicherheit, später eine gute Arbeitsstelle und eine Familie gründen (dies wurde in einer aktuellen Deutschlandumfrage abermals bestätigt). Also wählen sie die Parteien, die dies versprechen. Schon Helmut Schmidt wusste, der Mensch will eine ordentliche Arbeit, Geld sparen und reisen können, seine Kinder sollen eine gute Ausbildung haben. Und, zur Überraschung vieler, „die Jugend“ war bereits damals gegen eine Vorverlegung des Wahlalters von 21 auf 18 Jahre. Denn mit 21 war man erst volljährig. Also, lasst unsere Jugendlichen ihre ersten Schritte in diese Welt gehen und dann mit der Volljährigkeit entscheiden, ob und wie sie sich in den politischen Bereich unserer Gesellschaft einbringen. Das wäre pädagogisch wie entwicklungspsychologisch außerordentlich empfehlenswert und einfach klug. Dr. med. Th. Lukowski, München





