Leserbriefe : 11. März 2026

Gaspreise +++ Ökostromgesetz +++ Apothekensterben +++ Luftkampfsystem
Reaktorkonzepte fördern
Zu dem Artikel „Angst vor neuer Energiekrise“ (F.A.Z. vom 4. März): Wenig überraschend führen die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten infolge steigender Preise für Erdgas zu einer weiteren Erhöhung der ohnehin schon hohen Strompreise in Deutschland mit den entsprechenden Auswirkungen auf die industrielle Produktion und die privaten Haushalte. Es zeigt sich deutlich, dass die Aspekte der Autarkie und der Kosten bei der Umgestaltung der Stromerzeugung im Rahmen der Energiewende keine Rolle gespielt haben.
Nach wie vor spielen Überlegungen zum Bau von Kernreaktoren in Deutschland keine Rolle. Stattdessen wird auf zukünftige Fusionskraftwerke verwiesen, deren Entwicklung seit Jahrzehnten gefördert wird. Tatsächlich sind für die Realisierung von Fusionskraftwerken materialtechnische Fragen entscheidend. Dabei geht es im Wesentlichen um die Beherrschung der bei der Fusion entstehenden extrem hohen Neutronenströme, denen kein bisher bekanntes Material standhalten kann.
Tatsächlich wäre es realistischer, sicherheitstechnisch und wirtschaftlich fortgeschrittene Reaktorkonzepte, wie sie bis zum Stopp der Entwicklung durch die kernenergiefeindlich eingestellte rot-grüne Regierung im Jahr 1998 in Deutschland verfolgt wurden, zu fördern. Angesichts der Höhe der im Bereich der Energiewende geflossenen und zukünftig noch fließenden Subventionen würde die Realisierung dieser im Prinzip bewährten Technik langfristig zu einer Stabilisierung der Stromkosten führen.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob das für die kerntechnische Sicherheit und somit für die Genehmigung zuständige grün geprägte Umweltministerium zu einem Umdenken in der Lage ist.
Dr. Christian Krause, Bonn





