Zölle, Italien, Spanien : Europa im Sturm

Strafzölle in Amerika, eine neue populistische Regierung in Italien, eine gestürzte in Spanien: An drei Fronten gleichzeitig kommen auf die EU neue Unsicherheiten zu. Die Lage ist brisant. Ein Kommentar.
Der Tag hat es in sich: In Washington treten die Strafzölle in Kraft, welche die Regierung Trump gegen die Länder der EU verhängt hat; in Rom tritt nach einigen Windungen und Irrungen doch eine von Links- und Rechtspopulisten getragene Regierung an; und in Madrid wird der Konservative Mariano Rajoy in einem Misstrauensvotum gestürzt. An seine Stelle tritt der Sozialist Pedro Sánchez, dessen Partei bei den Parlamentswahlen 2015 und 2016 klar verloren hatte, der aber nach den harten Urteilen im Korruptionsskandal gegen die regierende Volkspartei seine Chance sah und diese ergriffen hat. Ziemlich viel Tumult für eine Union, die noch vor ein paar Wochen geglaubt hatte, das Schlimmste liege hinter ihr, zumal die Wirtschaftsdaten überall erfreulich stabil nach oben wiesen.


