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Anhaltende Wasserknappheit : Fast 70 Festnahmen nach Protesten in Iran

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Der iranische Präsident Ebrahim Raisi nach seiner Wahl im Juni dieses Jahres Bild: dpa

In Iran sind in der Stadt Isfahan fast siebzig Personen festgenommen worden, weil sie gegen die anhaltende Wasserknappheit demonstriert haben. Die Polizei spricht von „Randalierern“.

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          Nach einer neuerlichen Demonstration gegen Wasserknappheit in Iran hat die Polizei annähernd 70 Personen festgenommen. „Wir haben 67 der Haupttäter und Unruhestifter festgenommen“, sagte ein ranghoher Vertreter der nationalen Polizei, General Hassan Karami, am Samstag der Nachrichtenagentur Fars. An den „Unruhen“ am Freitag hätten „etwa zwei- bis dreitausend Randalierer“ teilgenommen.

          Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren in Isfahan immer wieder Menschen aus Wut über die Austrocknung eines für die Wasserversorgung bedeutenden Flusses, des Sayandeh Rud.

          Die Stadt Isfahan in der gleichnamigen zentraliranischen Provinz ist die drittgrößte Stadt des Landes. Die Zwei-Millionen-Einwohner-Metropole ist wegen ihrer zahlreichen historischen Stätten, darunter einer über den Sayandeh Rud führenden Brücke, ein Touristenmagnet. Allerdings ist der Fluss - von kurzen Phasen abgesehen - seit dem Jahr 2000 ausgetrocknet.

          Zu den Ursachen der Austrocknung gehört die anhaltende Dürre in Iran. Viele Bauern machen aber auch die Umleitung des Flusswassers in die benachbarte Provinz Yasd für die Problematik verantwortlich. Auch andere Provinzen in Iran leiden unter Wasserknappheit. In der Provinz Chusestan hatte es im Juli dieses Jahres tödliche Proteste gegeben, nachdem es infolge einer Dürre zu Wassermangel gekommen war.

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