FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Der Fall Zaghari-Ratcliffe :
Eine Frau in den Fängen Teherans

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Richard Ratcliffe am 9. November mit einem Foto seiner inhaftierten Frau Nazanin Zaghari-Ratcliffe in London
Richard Ratcliffe am 9. November mit einem Foto seiner inhaftierten Frau Nazanin Zaghari-Ratcliffe in LondonAP

Seit mehr als fünf Jahren wird die britisch-iranische Staatsbürgerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe in Iran festgehalten. Auch ein Hungerstreik ihres Mannes hat daran nichts geändert. Ist seine Frau ein Opfer von „Geisel-Diplomatie“?

Drei Wochen lang liefen die Diplomaten auf ihrem Weg ins Foreign Office an einem zunehmend verwildert aussehenden Mann in einem Zelt vorbei. Es war Richard Ratcliffe, der seit 2016 für die Rückkehr seiner Frau aus den Fängen der iranischen Justiz kämpft. An diesem Wochenende nun beendete er seinen Protest. In einer kleinen Rede be­dankte er sich für die Unterstützung, sprach von gesundheitlichen Warnzeichen und seiner Pflicht, seiner siebenjährigen Tochter weiterhin ein Zuhause zu bieten. Ratcliffe, der seit Jahren mit Hungerstreiks und Interviews auf die Familientragödie aufmerksam macht, schlägt breite Sympathie entgegen. Doch es hilft nicht. Die Lage seiner Frau bleibt ungewiss.

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